Test: Mass Effect Infiltrator (Video)

Zum Start des dritten Teils der auf Konsolen populären Mass-Effect-Serie veröffentlicht Electronic Arts (@EAmobileDE) Mass Effect Infiltrator von Iron Monkey Studios (@TheIronMonkeys) für das iPad. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Randall Ezno, der die Raumbasis seines ehemaligen Brötchengebers, dem Verbrechersyndikat Cerberus, infiltriert. Keck und Bemerkenswert ist die Verbindung der Mobil-Version mit dem Muttertitel: Fundstücke aus Mass Effect Infiltrator können über EAs Portal Origin weitergegeben werden und machen es der Spielfigur auf Xbox und Playstation anschließend leichter.

Das Spielgeschehen mutet wie eine Mischung aus Shadowgun und Epoch an. Die Spielfigur wird innerhalb kleiner Abschnitte von Deckung zu Deckung gescheucht. Im fast schusssicheren Abseits wird die Waffe gewählt. Anschließend der auserkorene Feind, sodenn in Reichweite, ausgewählt und unter Dauerfeuer im Fadenkreuz gehalten. Aus der Deckung auf die Mütze. So geht es Gegner um Gegner durch die Spielstufen. Für Abwechslung sorgen Eskapaden unter Vollschutz, wenn mittels Tarnmodus Feinde gefoppt und anschließend von hinten mit Lasern vollgepumpt werden.

Am Ende der jeweils sehr überschaubaren Abschnitte folgt der Kassensturz, wo stilechtes und versiertes Töten in virtueller Währung aufgewogen wird. Dafür gibt es bessere Waffen, biotische Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände – alles jedoch zu gepfefferten Preisen. Wenngleich sporadische Entscheidungspunkte dem Spiel eine Prise Charakterentwicklung zufügen, ist es doch wenig verwunderlich, dass die Action-Komponente im Vordergrund steht. Schließlich zeichnen sich die Entwickler von Iron Monkey auch für den iOS-Port von Dead Space verantwortlich, dem Mass Effect Infiltrator in vielen Belangen stark ähnelt.

Grafisch ist das Geschehen äußerst ansprechend, HUD-Elemente sind dezent und intelligent positioniert, alles fließt. Spielerisch hingegen ist der Titel eher eintönig, was sich im direkten Vergleich mit Shadowgun zeigt, das mehr Aktion und Atmosphäre bietet. Leider schaffen es Iron Monkey nicht, ihren iOS-Erstling Dead Space zu toppen, was jedoch auch ein Kunststück gewesen wäre. Zudem nerven die hohen Preise für Upgrades, mit denen EA ungeduldige Spieler zu In-App-Käufen drängt – wenngleich das Spiel auch ohne schaffbar ist. Es bleibt eine hübsche Ballerei mit spielerischen Längen.

Rating: ★★★½☆