Test: Fade – Case of the stolen Diamonds (Video)

Die Zeit, in der Männer noch Hüte trugen und Rauchen salonfähig war, ist lange vorbei. Leider. Fade – Case of the stolen Diamonds erlaubt einen Abstecher zurück in das Amerika der 1930er Jahre, in denen Privatdetektive wie Sam Spade und Miles Archer ihre Klientinnen herablassend mit “Schätzchen” ansprachen und durch nichts aus der Ruhe zu bringen waren.

Unter dem Banner Tree Top Games haben Dan Sternfeld, Benjamin Saxe (@besaxe) und Frank Tufano, Absolventen des Rochester Institute of Technology, ihren Titel erstmals auf der diesjährigen Games Developer Conference vorgestellt. Hervorgegangen ist  Fade – Case of the stolen Diamonds jedoch aus dem Global Game Jam 2011. Pete der Mäusedetektiv muss, begleitet von groovigen Marimbaphon-Klängen, im 70 bildschirmgroßen Spielstufen Diamanten einsammeln.

Herzstück von Fade ist die Spielmechanik: Während Pete stupide wie ein Lemming losrennt und lediglich kehrt macht, wenn er auf ein Hindernis trifft, ist es Aufgabe des Spielers Schaden und Hindernisse von Pete fernzuhalten, indem diese aus- und damit weg-geleuchtet werden. Per Fingerzeig werden alle Hindernisse in einer eng umrissenen Bildschirmsektion durchsichtig und damit für Pete durchlässig. So bahnt der Spieler Pete den Weg durch Ziegelwände über Stachelwege und schützt ihn im Kugelhagel.

Schnell entfaltet die Spielmechanik ihr volles Potenzial, denn es gilt nicht nur Hindernisse aus dem Weg zu räumen, sondern diese auch strategisch einzusetzen, um Pete daran zu hindern blind in sein Verderben rennen zu lassen. Fade weckt Erinnerungen an Lode Runner und Lemmings gepaart mit dem grobkörnigen Charme des Film Noir. Ein hervorragender Puzzle-Titel dessen Spielmechanik einfach zu elernen ist, aber komplexen und hirnerweichen Spielspaß ermöglicht.

Rating: ★★★★½