Test: Burger Cat (Video)

Nach den pixelgenauen Hüpfereien League of Evil und League of Evil 2 gehen Ravenous Games (@ravenousgames) mit Burger Cat neue Wege. Statt Reflexen werden nun logisches Denkvermögen und strategische Planungsfähigkeit des Spielers auf die Probe gestellt. Eine kleine, fette dumme Katze mit Kochmütze und unstillbarem Drang Cheezburger zu fressen (“i can haz cheezburger, plz”), soll durch den Spieler ihren Willen bekommen. Nicht neu erdacht, handelt es sich bei Burger Cat um die Umsetzung eines Flash-Titels von WoblyWare.

Wie bei Lemmings oder Mario vs. Donkey Kong 2: March of the Minis kann der Spieler keinen direkten Einfluss auf das Fellvieh nehmen, das auf Kommando kaum beirrbar losrennt. Statt dessen wird die Landschaft, in der sich fette Katze bewegt, mit einer zahlenmäßig begrenzten Anzahl Elemente so umgeformt, dass Fresser und Fressen zusammenkommen. Es heißt Klötze setzen, um Abgründe zu überbrücken und Treppen zu bauen, Blockaden zu entfernen und den verfressenen Vierbeiner mit Regenschirmen vor tropfender Säure zu schützen.

Anfangs lässt sich der Weg, den die Katze durch die Spielstufen nehmen soll, vollständig durchplanen. Später muss der Spieler auch in das Geschehen eingreifen, beispielsweise um die fette Katze im richtigen Moment mit einer Quietschmaus abzulenken und vor dem tödlichen Gang in den Shredder zu bewahren. Das Arsenal der Hilfsmittel wächst im Spielverlauf an, fast immer werden dem Spieler mehr Hilfsmittel zur Verfügung gestellt als dieser benötigt. Die ersten 40 Spielstufen muten wie ein Spaziergang an und lassen jede Herausforderung vermissen. Auch die verbleibenden 20 Level sind eher anspruchslos.

Burger Cat ist niedlich und unterhaltsam, allerdings viel zu einfach und wirkt an vielen Stellen unfertig. So können Aktionen nicht rückgängig gemacht werden. Ein falsch platzierter Stein und der gesamte Aufbau war für die Katz. Als Gegener patroullierende Hunde weigern sich, der Schwerkraft zu gehorchen während leblose Objekte nach unten plumsen, wenn man ihnen den Boden entzieht. Eine Undo-Funktion, ein einblendbares Raster und eine Taste für den schnellen Vorlauf hätte dem Titel gut getan. Es fehlt eindeutig Liebe zum Detail bei dieser Flash-Umsetzung.

Nachtrag (23.05.2012): Das Update auf Version 1.2 bringt die nachgefragte Update-Version und 25 neue Spielstufen. Grund genug die Wertung um einen halben Stern zu erhöhen.

Rating: ★★★½☆