Test: Slingshot Racing (Video)

Das es auch einfach geht und einfach häufig besser ist, beweisen Crescent Moon Games (@CM_Games) mit Slingshot Racing. Nach den beachtenswerten Paper Monsters und Kids vs. Goblins schütteln die New Yorker um Josh Presseisen endlich wieder einen richtigen Kracher aus dem Hut, hinter dem die Entwickler von Snowbolt Interactive (@SnowboltGames) stehen. Die Spielidee fußt auf einem Wurfanker, der zum Kurvenschneiden aus dem Fahrzeugfenster geworfen wird wie es einst der Maskierte im Fledermaus-Kostüm auf dem Amiga in den Fahrsequenzen von Batman: The Movie tat.

Das Renngeschehen wird aus der Draufsicht präsentiert, die fortlaufend komplexer ausgebauten acht Parcours werden ausschnittweise dargestellt und zur Wahrung der Vielfalt gespiegelt sowie bei Nacht durchrast. Nachdem die Startampel auf grün steht, sind weder Gas noch Bremse Sorgen des Spielers. Der Bolide beschleunigt von ganz allein und rast stoisch geradeaus, das Fahrverhalten beeinflusst lediglich der Wurfanker, der sich nach einen Druck auf den Bildschirm an Pylonen und Säulen entlang der Strecke festkrallt und für schneidige Manöver in engen Radien sorgt.

Spielerisch ist Slingshot Racing an Simplizität kaum zu überbieten und damit eine willkommene Abwechslung. Dennoch zieht das einfache Prinzip keinesfalls ein einfach zu bewältigendes Spiel nach sich. Nach anfänglicher Schonzeit geht die Konkurrenz im Fahrerlager geringfügig aggressiver vor, schneidet Kurven perfekt und macht nach hinten dicht. Neben stetig stärker werdenden Anforderungen an die Reflexe des Spielers wird auch das Gedächtnis gefordert – wer nicht auswendig lernt wann die nächste zu enternde Kurve kommt ist raus.

Die Steampunk-Optik mit der Snowbolt Interactive ihren Titel schmücken ist eine willkommene atmosphärische Zugabe im Spiel mit der Fliehkraft. Zuckerguss ist der Multiplayer-Modus, in dem bis zu vier Spieler an einem iOS-Gerät gegeneinander antreten können – Micro Machines 2: Turbo Tournament lässt grüßen. Slingshot Racing reklamiert für sich problemlos einen Platz im One-Button-Olymp auf dem bereits Canabalt, Tiny Wings oder Jetpack Joyride sitzen.

Rating: ★★★★½