Test: Mutant Storm (Video)

Seinen ersten großen Auftritt hatte Mutant Storm Reloaded von PomPomGames (@pompomgames) im Jahr 2005 auf der Xbox 360. Der Twin-Stick-Shooter, bei dem der Spieler mit dem linken Analog-Stick das Raumschiff und mit dem rechten Stick die Bordkanonen steuert, erinnerte hinsichtlich Spielmechanik und grafischer Präsentation an das Neon-Geballer Geometry Wars, ergänzte das Prinzip jedoch mit eigenen Zutaten. Nun haben Ninth Ninja (@NinthNinja) – Andy Coates (Ex-True-Axis) sowie Adrian Moore und Paul Mitchell (Ex-Firemint), den Titel mit Crescent Moon Games (@CM_games) auf das iPad gebracht.

Es geht in bildschirmgroßen Arenen zur Sache, nach dem Anpfiff erscheinen nach und nach unüberschaubare Horden an Gegnern, die es mit den Bordwaffen des eigenen Raumschiffs aus dem Weg zu räumen gilt. Feinde mit einem Anflug von Intelligenz bestürmen den Spieler, so dass Bewegung auf dem knappen Raum ohne Feindkollision eine Schlüsselstrategie ist, wenn man überleben will. Die namensgebenden Mutanten erkennt man indes nur mit viel Fantasie, denn trotz der großen Schön- und Buntheit des Titels bleibt keine bis gar keine Zeit, auf dieserlei Dinge zu fokussieren.

Sporadisch auftauchende Extrawaffen, deren Einsammeln meist dem Aufbruch zu einem Himmelfahrtskommando gleichkommt, erleichtern die Flurbereinigung. Erschwerend kommt eine Zeitbegrenzung hinzu, binnen derer die aktuelle Arena bereinigt sein muss. Zwei Spiel-Modi stehen zur Auswahl: Entweder kämpft man sich möglichst punkteträchtig von Arena zu Area, oder man versucht sich am Durchmarsch. Bei letzterem gilt: Je länger der Spieler überlebt, desto höher wächst der Punkte-Multiplikator, der auf die Arcade-Wurzeln von Mutant Storm Reloaded verweist.

Bei aller augenfälliger Hektik geht es bei Mutant Storm vorrangig um Taktik. Wie in den 36 Kammern der Shaolin ist jede der 89 Arenen eine Prüfung, die mit Strategie und Geschick bezwungen werden kann. Zeit, um die Schönheit der grafischen Details in sich aufzunehmen, bleibt dem Spieler allerdings keine, der Fokus liegt auf Fortkommen und überleben. Eine Pixelorgie mit 60 Bildern pro Sekunde, die allen Freunden von Beat Hazard Ultra und Vertex Blaster angenehme Stunden bereiten wird.

Rating: ★★★★½