Test: Velocirapture (Video)

Wenn PikPok Games (@pikpokgames) ein Spiel für Adult Swim Games (@adultswim) programmieren, dann drehen sie in der Regel mächtig am Rad der Bescheuertheit. Das war bei Monsters ate my Condo so und das ist auch bei Velocirapture nicht anders. Erneut steht kurzweilige Casual-Unterhaltung auf der Speisekarte: Eine blühende Hochkultur von Dinosauriern blickt ihrem Untergang ins Auge, der nicht durch Meteoritenschauer oder Klimawandel, sondern durch die Hand des Echsen-Gottes herbeigeführt wird. Mit Wischgesten trennt der göttliche Spieler sündige von erlösenswerten Sauriern.

Am unteren Bildschirmrand rennen gut gekleidete grüne und rote anthropomorphisierte Saurier aufgescheucht durch die Landschaft. Mit Schnippgesten muss der Spieler die grünen Saurier in eine himmlische Hand befördern. Durch Wischgesten von der Hand auf rote Saurier werden diese vom Blitz getroffen. Dies simple Prinzip ist des Spieles Kern. Für geringfügig mehr Komplexität aber wesentlich mehr Hektik sorgen weitere Sauriertypen mir besonderen Fähigkeiten: Flugsaurier entführen andersfarbige Artgenossen, Verkündungssaurier konvertieren die andere Rasse.

Auch wachsen die göttlichen Fähigkeiten des Spielers im Spielverlauf durch das Einsammeln der Seelen zerblitzter roter Saurier. Diese füllen langsam den Zorn des Saurier-Gottes, der sich in Situationen größter Hektik und Panik entladen lässt. Hektik ist bei Velocirapture dabei nicht Ausnahme, sondern Programm. Immer wieder lassen sich aufgrund des hohen Aufkommens von Urzeitwesen diese nicht sauber voneinander trennen. Doch der bevor eine Spielstufe als gescheitert bewertet wird, muss den Spieler den Karren schon richtig in den Dreck fahren.

Velocirapture bietet zwei Spielmodi: Im Story-Modus wischt und schnippt sich der Spieler durch vier Szenarien mit jeweils zehn Spielstufen. Im Endless-Modus kann man sich mit anderen Velocirapture-Spielern via Gamecenter messen und sehen, wer die Dinosaurier-Apokalypse am Weitesten treibt. Wie Monsters ate my Condo ist Velocirapture ein anspruchsloser, hektischer aber stets unterhaltsamer Reflexetext mit schrägem Humor, der Wartezeiten bestens verkürzt und endlich Klarheit darüber schafft, warum die Saurier ausgestorben sind.

Rating: ★★★★½