Test: Wizorb (Video)


Erstaunlich, welch spielenswerte Ergebnisse es haben kann, wenn Entwickler verschiedenste Genres in Titeln zusammenbringen. So geschehen in Puzzle Quest 2 (App Store) oder 10.000.000, die Rollenspiel und Match–3-Game miteinander verschmolzen. Auch die Neon-Ballerei Inferno+ profitiert von der Zugabe von Rollenspiel-Elemententen. In ihrem Titel Wizorb, ein Breakout-Spiel in bester Arkanoid-Tradition, injizieren Tribute Games (@TributeGames) ebenfalls eine gehörige Portion Rollenspiel-Emente. Wieder geht die Formel auf, und die Symbiose funktioniert.

Der Kitt, der die Elemente zusammenhält ist die 8-bit Anmutung. Wer bereits auf dem Nintendo Entertainment System mit The Legend of Zelda oder Goonies II Adventure-Erfahrungen sammelte, wird dank der grafischen Gestaltung von Wizorb ungewollt eine Zeitreise unternehmen. Die Charaktere sind als aus frühen Japan-RPGs stammende Kopffüßer konzipiert, Hintergründe und Ränder der Spielstufen formen Dungeons und Teile von Oberwelten, die direkt aus Hyrule stammen könnten. Umgesetzt mit großer Liebe zum Detail und einem Herz für die gute alte Zeit – Endgegner inklusive.

Das einst harmonische Königreich Gorudo ist durch das Böse bedroht, der vom Spieler gesteuerte Zauberer Cyrus die einzige Hoffnung auf Besserung. Die bildschirmgroßen Spielstufen sind angefüllt mit Klötzchen und Gegnern, die ihre Runden drehen. Der Zauberstab Cyrus ist ein Paddle, das am unteren Bildschirmrand nach links und rechts bewegt werden kann und damit seine Zauberkugel durch die Spielstufen treibt, die bei Berührung Steine und Gegner auflöst. Über zwei virtuelle Knöpfe lassen sich Zaubersprüche aussprechen, die beispielsweise Feuerbälle entsenden.

Durch erfolgreichen Kampf sammelt Cyrus Gold und Schlüssel, in den Orten der Oberwelt plaudert man mit Bewohnern und kauft sich in Krämerläden Ausrüstungsgegenstände zusammen. Hier allerdings fällt das Bewegen in Ermangelung eines virtuellen Steuerkreuzes schwer. Im eigentlichen Spiel sind die Knöpfe für das Auslösen der Zaubersprüche ungünstig positioniert – das kommt dabei raus, wenn ein Titel Cross-Plattform mit zu wenig Blick für die jeweiligen Ansprüche entwickelt wird. Dennoch ist der Zwitter aus Zelda und Arkanoid ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der mit ein wenig Nachbessern empfohlen werden kann.

Rating: ★★★½☆