Hardware: iRig Stomp (Video)

Die digitale Evolution macht vor Musikinstrumenten nicht Halt. In den 1990er Jahren trat man auf klobige Hartplastik-Pedadale von Ibanez oder der Klassiker The Rat, wenn man Gitarrenklang mit Distortion, Chorus oder Flanger anreichen wollte. Mit seinen Multieffekt-Geräten sorgte Zoom für eine kleine Revolution, ließen sich doch zahllose Effekte und -Kombinationen programmieren. Am gegenwärtigen Ende der Fahnenstange stehen die Apps von IK Multimedia (@ikmultimedia) und deren iRig Stomp, der auf Tritt App-Effekte vom iPhone oder iPad zuschaltet.

Der iRig Stomp ist eine gut 11 cm lange, 6 cm breite und 3,5 cm hohe Stompbox. Über eine 6,35 mm Klinke-Buchse wird die Gitarre auf der rechten Seite an den iRig Stomp angeschlossen. Zwei 6,35 mm Klinke-Buchsen an der linken Seite dienen der Ausgabe des Signals an einen Verstärker oder eine PA-Anlage. Über eine 3,5 mm Klinke-Buchse auf der Stirnseite kann ein Kopfhörers angeschlossen werden. Die zweite 3,5 mm Klinke-Buchsen dient dem Anschluss von iPhone oder iPad per mitgeliefertem Kabel.

Den Klang bestimmt eine auf dem angeschlossenen iGerät laufende App wie AmpliTube Fender (App Store) oder AmpliTube Slash (App Store), jedoch arbeitet der iRig Stomp auch mit Apples Garage Band (App Store) zusammen. Über einen Drehregler auf dem iRig Stomp lässt sich die Lautstärke des eingehenden Gitarrensignals einstellen. Der trittfeste Schalter schließlich schaltet den auf dem iGerät eingestellten Effekt zu- oder weg. Seine Energie bezieht der Stomp durch einen 9V-Block oder über ein externes Netzteil, das jedoch nicht zum Lieferumfang gehört.

Wer lediglich dann und wann im stillen Kämmerlein mit dem iPhone als Effektgerät üben möchte, ist mit dem handlichen iRig umfassend bedient. Der große Bruder iRig Stomp spielt seine Stärken erst auf der Bühne richtig aus, wenn mehrere Effektgeräte im Verbund Verwendung finden und der Effekt von iPhone als gleichwertiger zugeschaltet werden soll. Der kleine robuste Metallkasten findet in jedem Gitarrenkoffer Platz und kann zum Preis von etwa Euro unter anderem bei Amazon erworben werden.

Vielen Dank an Pat Scheidemann für die Fotos.