Test: Meganoid 2 (Video)

Die 80er waren Tschernobyl und Reagan und vor allem Rick Dangerous. Kein anderes Videospiel hat unschuldige Kinderseelen so nachhaltig zerstört, wie der Plattformer von Core Design. Konzept des Titels war es, die Spielfigur möglichst häufig und möglichst unvorbereitet sterben zu lassen und den Spieler zum Neuanfang zu zwingen. Jedes Mittel war den Programmierern recht. Mit Spelunky hat das Spielprinzip jüngst eine vergleichsweise harmlose Neuauflage erfahren und nun bringen Orangpixel (@orangepixel) das Konzept – wenngleich in weiter abgeschwächter und damit spielbarer Form – mit Meganoid 2 [App Store] auf das iPad.

Als abenteuerlustiger Schatzsucher durchstreift der Spieler laufend und springend Höhlen voll todbringender Fallen. Neben Steinlawinen, aus dem Boden schießende Speeren, Dornengruben und Giftpfeile speienden Statuen stören Fledermäuse und Giftschlangen die Erkundungsgänge. In jeder Spielstufe ist zudem eine Staue versteckt, die es zu finden gilt. Nach dem ersten Dutzend Höhlen zeigt Meganoid 2 sein wahres Gesicht, eine hasserfüllte Fratze. Auswendig lernen und blitzschnelle Reflexe sind der einzige Ausweg aus den Höhlen der tausend Tode. Ein zweischneidiges Vergnügen für Hartgesottene.

Rating: ★★★★☆