Test: Tennis in the Face (Video)

TennisInTheFace00Nachdem ihr King Oddball erfolgreich die Welt übernommen hat, legen die Finnen von 10tons Ltd (@10tonsLtd) mit Tennis in the Face [App Store] nach. Der Spieler schlüpft in die Rolle des abgehalfterten Tennis-Profis Pete Pagassi. Seine Sucht nach dem Energy-Drink Explodz hat ihn tief sinken lassen. Doch nach einem ausgedehnten Besuch in der Entzugsklinik wieder klar im Kopf, schwört er, andere vor seinem Schicksal zu bewahren. Mittlerweile hat die Sucht nach Explodz allerdings von der ganzen Bevölkerung Besitz ergriffen. Pete Pagassi muss mit Schläger und Ball für Ordnung und kalten Entzug zu sorgen.

TennisInTheFace02Die Spielmechanik ist simpel und erinnert an die Stupid-Zombies-Titel von GameResort: Mit dem Finger bestimmt der Spieler das avisierte Ziel der knackigen Aufschlags. Nach dem Loslassen des Displays schmettert Pagassi los und das Projektil, in der Regel ein Tennisball, prallt an Wänden und anderen Hindernissen ab. Ziel ist es, mit möglichst wenig Aufschlägen Clowns, Hipster, verrückte Wissenschaftler und andere der Sucht nach Explodz anheim gefallene Bewohner der Stadt vom Bildschirm zu schmettern.

TennisInTheFace03Kompliziert wird die Angelegenheit neben der Verwinkeltheit der Spielstufen durch Hindernisse, die den Ball bei Berührung zerstören. Andererseits kommen im Spielverlauf auch zahlreiche praktische Elemente hinzu, die beim Auftreffen des Tennisballs explodieren oder anderweitig für positive Streuverluste sorgen. Auch auf dem Racket ist Abwechslung angesagt, denn neben Filzbällen, die sich durch nicht lineare Flugbahn aber hohen Prellwert auszeichnen darf Pagassi auch Explodz-Dosen dreschen, die nach der Landung detonieren.

TennisInTheFace04Strukturell erinnert vieles an Kind Oddball. Doch stärker als dort oder als bei Stupid Zombies spielt bei Tennis in the Face der Zufall eine Rolle, wenn es um das Auslösen von dringend benötigten Kettenreaktionen geht, um auch Gegner in den entlegensten Bildschirmecken wegzuschmettern. Dennoch sind Spieler mit einem rudimentären Verständnis des Prinzips „Einfallswinkel = Ausfallswinkel“ deutlich im Vorteil. Tennis in the Face ist in geringer Dosierung unterhaltsam, dafür weiß es dann aber auch aufgrund des großen Umfangs lange zu unterhalten.

Rating: ★★★½☆