Test: Pixel People (Video)

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Wenn die Freizeit Überhand nimmt und der Sinn nach Verantwortung steht, ist die Zeit für große Aufgaben gekommen. In Spielen wie Tiny Tower [App Store], Middle Manager of Justice [App Store] oder den zahllosen Apps von Kairosoft sorgt der Spieler dafür, dass in einer Gemeinschaft Schutzbefohlener alles reibungslos abläuft und sich diese blendend entwickelt. Neuester Zugang zum Gerne der Management-Spiele ist Pixel People [App Store] von LambdaMu Games (@LambdaMuGames) und Chillingo (@chillingo), in dem der Spieler im Kosmos eine Stadt voller blühendem Leben erschafft und sich um das Wohl ihrer geklonten Bürger kümmert. Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche.

PixelPeople01In vielem eifern LambdaMu Games den Experten von NimbleBit und ihrem unverwüstlichen Tiny Tower nach. Als Bürgermeister kümmert sich der Spieler zunächst um Neuankömmlinge und deren Unterbringung in der kosmischen Siedlung Utopia, wobei Elemente aus Will Wrights Städtebau-Klassiker Sim City einfließen. Grundsätzlich hat der Bürgermeister zwei Probleme. Zum einen kosten Baumaßnahmen Geld, das stets knapp ist ist, zum anderen nimmt der Bau Zeit in Anspruch. Sparsame Spieler warten, ungeduldige beschleunigen die Bauvorhaben und andere Projekte durch Bezahlung. Ja, Pixel People ist ein Freemium-Titel.

PixelPeople04Alchemistisch weist der Bürgermeister neu in Utopia angekommenen Klonen Berufe zu. In der Gen-Datenbank werden Qualifikationen experimentell miteinander vermengt, in der Hoffnung, dass am Ende ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft dabei heraus kommt. Im besten Fall entstehen Bewohner, deren Fähigkeiten und Berufe neue Bauwerke und damit planerische Vielfalt ermöglichen. Trotz dieses immer gleichen Kreislaufs ist Pixel People keinesfalls eintönig, denn wer im Genpool tüchtig rührt, kann bis zu 150 verschiedene Tätigkeitsfelder für seine Klone eröffnen, diese miteinander verkuppeln und auf allerlei anderen Wegen seine Zeit verplempern.

PixelPeople02Wer ohnehin ungern Zeit mit seinen Mitmenschen verbringt und sich lieber mit niedlichen künstlichen Minimenschen beschäftigt, der wird mit Pixel People glücklich. Stets gibt es in Utopia etwas zu tun: Neue Klone sehnen sich nach Aufgaben, während Arbeitsstätten geschaffen und Unterkünfte gebaut werden müssen. Die Bewohner verzaubern mit geschäftiger Niedlichkeit und entgegen der Befürchtungen ist der Titel sehr gut ausbalanciert: Der Spieler wird nicht zum Griff in In-App-Portemonnaie genötigt. Wer schon immer einen putzigen Ungerechtigkeitsstaat schaffen und seine diktatorischen Fähigkeiten erproben wollte, kann dies mit Pixel People ganz hervorragend tun.

Der Stromstock meint:
★★★★☆