Test: Finding Teddy (Video)

FindingTeddy00Mit Finding Teddy [App Store] unternehmen Look At My Game (@lookatmygame) und Storybird Games (@StorybirdGames) eine Reise in die goldene Ära der Point-and-Klick-Adventures. Des Nachts raubt eine furchterregendes Spinnenwesen auf dem Kleiderschank einem kleinen Mädchen sein geliebtes Kuscheltier. Der Beginn einer abenteuerlichen Rettungsmission, bei der der Spieler der kleinen Protagonistin hilft, ihrem Weg durch eine musikalisch-verzauberte Retro-Pixel-Welt zu finden, um den ausgestopften Partner ins Bettchen zurückzuholen. Auf geht die musikalische Reise ins Abenteuerland.

FindingTeddy01Schon nach den ersten Schritten in der pixeligen Spielwelt juckt es in den Fingern, mit dem Kartografieren anzufangen, doch alsbald stellt sich die aus aneinander gereihten Bildschirmen bestehende Spielwelt als nicht all zu komplex heraus. Durch drei Kapitel führt der Weg die kleine suchende Abenteurerin, wobei die Steuerung sich mit einem Finger bewältigen lässt. Entweder folgt das namenlose Mädchen dem Fingerzeig des Spielers oder sie verwendet einen vormals eingesammelten Gegenstand aus dem Inventar mit Objekten aus der Spielwelt.

FindingTeddy02Musik ist – wie in Arranger [App Store] – ein integraler Bestandteil von Finding Teddy und der Schlüssel zur Mehrzahl der Rätsel. Ahnlich wie in Loom muss der Spieler mit Melodien experimentieren, um voranzukommen – etwa traurige Spielfiguren mit einem Liedchen aufheitern, damit diese den Weg freigeben. Im Laufe des Spiels freundet sich das kleine Mädchen mit anderen Figuren an und Stubenfliegen und Katzen begleiten sie und helfen bei der Lösung von Rätseln, die sie auf sich allein gestellt nicht bewältigen könnte. Die Rätsellogik ist hierbei meist schlüssig und erinnert über weite Strecken an das wundervolle Superbrothers: Sword and Sworcery EP [App Store].

FindingTeddy03Handlung und Grafik lassen Finding Teddy als zuckersüße Harmlosigkeit erscheinen, doch bereits früh merkt der Spieler, dass die Spielwelt keineswegs eine Spielwiese für Zartbesaitete ist, denn für Unachtsame hält diese zahlreiche garstige Tode bereit – Weird Dreams lässt grüßen. Ohne Sprache wird der Spieler in eine wunder- und rätselvolle Abenteuerwelt eingelullt, die musisches Verständnis fordert. Einzig und allein die relativ kurze Spielzeit von etwa zwei Stunden trübt das Vergnügen, doch angesichts des günstigen Preises ist dies kein stichaltiges Argument das Genre-Fans von diesem Titel fernhalten sollte.

Rating: ★★★★☆