Slayin00So viel Minimalismus ist selten. Mit Slayin [App Store] legen Pixel Licker Games und FDG Entertainment (@FDG_Games) die Messlatte in Punkto Reduktionsmus weit nach oben: Die Pixelart-Grafik gemahnt an 8-bit-Tage, die den halben Bildschirm einnehmenden Bedienelemente sind einem 80er-Jahre-Heimkonsolen-Controller nachempfunden und das Spielprinzip ist mit dem Namen bereits hinreichend erklärt. In Slayin schlüpft der Spieler in eine Ritterrüstung, nimmt das Schwert in die Hand und versucht einem nicht enden wollenden Strom von Ungeheuern Einhalt zu gebieten.

Slayin01Spielerisch gestaltet sich das Schlachtfest äußerst simpel. Die Spielfigur rennt selbsttätig an das linke oder rechte Ende des Bildschirms, ändert der Spieler nicht mit dem virtuellen Steuerkreuz die Richtung. Zwei virtuelle Knöpfe sorgen für Hiebe und Sprünge – das wars. Das Motto in jeder der Spielstufen, die sich durch Art der Feinde und Hintergründe voneinander unterscheidet, lautet: Hack and Slay bis die Daumen an Profil verlieren, denn von Runde zu Runde wird das Treiben hektischer und fordert hervorragende Reflexe.

Slayin03Ein klein wenig Tiefe bringt das Wirtshaus ins Spiel, wo der Spieler in den Kämpfen verdientes Geld in weitere Spielfiguren, Vanity-Items wie neue Controller-Skins oder das Freischalten neuer Spielmodi investieren kann. Grundsätzlich aber geht es vordergründig darum, den Feindeswellen zu trotzen und länger zu überleben, als das die Freunde tun, mit denen man sich via Game Center vergleichen kann. In den Spielstufen tauchen bisweilen Händler auf, die für Spielgeld bessere Ausrüstung anbieten. In-App-Käufe sind vorhanden, werden aber nicht benötigt.

Slayin03Slayin’ zielt tief und trifft. Der Retro-Button-Masher ist eindimensional und niedrigschwellig, was einen Großteil seines Reizes ausmacht und den Titel zum Zwischensnack prädestiniert. Allein die Bosskämpfe, von denen jeder eine Taktik vom Spieler verlangt, stechen aus dem gleichförmigen Schlachtfest heraus. Schließlich jedoch ist Slayin’ im Vergleich mit dem ähnlich strukturierten Nimble Quest zu hektisch, als dass es über einen einen längeren Zeitraum fesselte. Ein Retro-Schnetzel-Snack für die große Pause.

Rating: ★★★☆☆