Roundup: Die besten Markdown-Editoren für das iPad

Die_besten_Markdown-Editoren_AufmacherDamit Fettes im Internet fett, Kursives kursiv und Verlinktes verlinkt wird, enthalten die Quelltexte Auszeichnungen, die Worte entsprechend wandeln. Um diese Auszeichnungen vornehmen zu können, empfehlen sich Grundkenntnisse in der HTML. Deutlich einfacher geht es allerdings mittels der Auszeichnungssprache Markdown. Deren Befehle lassen sich leicht merken und sind formell weniger komplex als HTML-Befehle, so dass sich auch weniger Fehler einschleichen. Eine schöne Übersicht für die Auszeichnungen findet sich auf der Internetseite von Markdown-Entwickler John Gruber. Wer seine Texte für das Internet auf dem iPad verfasst, benötigt daher ein Textprogramm, das sich auf Markdown versteht. Drei Empfehlungen für Markdown-lüsterne Textarbeiter.

Wer sich mit Worten schwer tut und sich beim Schreiben konzentrieren muss, dem wird Byword [App Store] von Metaclassy (@metaclassy) ein treues Werkzeug sein. Der Bildschirm ist frei von allem, was nicht Text und Tastatur ist, lediglich eine kleine Menüleiste zwischen Tastatur und Geschriebenen wartet mit Nützlichem auf. Hierin ist zu sehen, wie viele Worte und Zeichen verfasst wurden, und die am häufigsten verwendeten Symbole für Auszeichnungen stehen parat. Überdies sind hier die Auszeichnungen für Schrittgröße, verlinkte Seiten und Bilder sowie für Aufzählungen abrufbar. Wie die Präsentation ist auch das Optionsmenü karg und mit vier Schriften auf das Minimum reduziert. Die gebrochenen Farben der Bedienoberfläche sind kontrastarm, aber blenden dafür nicht. Alternativ gibt es ein invertiertes Theme. Was besonders freut, sind die Anbindung an TextExpander [App Store], so dass sich vorbereitete Markdown-Kürzel einweben lassen und ganz besonders der Abgleich mit der Mac-Version der Software per iCloud. Alternativ lässt sich Byword auch mit einer Dropbox verketten. Ein schnörkelloses und robustes Markdown-Arbeitstier.

Mit deutlich mehr Funktionen als Byword wartet Writing Kit [App Store] von Anh Quang Do (@quanganhdo) auf. Auch hier sitzt zwischen Tastatur und Text eine allerdings deutlich präsentere Werkzeugleiste, über die sich die wichtigsten Markdown-Befehle einfügen lassen. Über den integrierten Internet-Browser kann parallel zum Schreiben eine Recherche erfolgen, ohne dass man die App verlassen müsste. Anfragen können aus der App an Bing, Yahoo!, Google oder DuckDuckGo gestellt werden. Wie Byword, verfügt auch WritingKit über einen Anschluss an TextExpander. Wem die Anmutung der App nicht zusagt, kann Schriftart, -größe und Durchschuss anpassen und aus 16 farblich unterschiedlichen Themen wählen, wobei neben Geschmacklosigkeiten auch praktische invertierte Themen für die nächtliche blendfreie Arbeit enthalten sind. Der integrierte Spickzettel enthält eine kompakte Übersicht über alle wichtigen Markdown-Befehle und zudem unterstützt Writing Kit die Auszeichnungssprache Fountain, die auf die Bedürfnisse von Drehbuchschreibern zugeschnitten ist. Dank Dropbox-Anbindung lassen sich Texte einfach zwischen iPad und stationärem Rechner austauschen.

Zwischen der Schlichtheit von Byword und dem Funktionsumfang von WritingKit verortet ist Daedalus Touch (App Store) von The Soulmen (@the_soulmen). Wie seine beiden Kollegen versteht sich auch Daedalus Touch auf die Verkettung mit Dropbox. Auch mit TextExpander kann die Universal-App umgehen. Alleinstellungsmerkmale liegen vorrangig in der Präsentation und Organisation von Dokumenten. Diese werden auf Stapeln abgelegt und lassen sich mit intuitiven Gesten durchstöbern und sortieren. Wer längere Texte auf einzelne Dokumente aufteilt, kann diese bequem arrangieren und ordnen. Auch bei Daedalus Touch sind eine – allerdings karg bestückte aber dafür ausblendbare – Leiste mit Hilfsmitteln ebenso wie Zeichen- und Wortzählung an Bord. Über eine überschaubare aber gut gewählte Auswahl von Schriften und zwei helle wie zwei dunkle Themes lässt sich die Arbeitsumgebung farblich an den Geschmack des Autors anpassen. Wie WritingKit ist auch in Daedalus Touch ein Browser für die Recherche integriert; Suchen in Goolge, Wikipedia, einem Online Wörterbuch und dem Markdown-Stylesheet sind voreingestellt. Die integrierte iCloud-Unterstützung erfreut vor allem Anwender, die mit der Software Ulysses III des Herstellers am Mac arbeiten.

In jedem Fall einen Blick Wert ist der Markdown Field Guide [iBook Store] von David Sparks (@MacSparky) und Eddie Smith (@eddie_smith), ein umfangreiches mit iBooks Author erstelltes Kompendium, das in die Geheimnisse von Markdown einführt und anhand zahlreicher Videos erklärt, wie man mit der Auszeichnungssprache produktiver arbeitet.

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