RobotUnicornAttack2_00Unsinn ist nicht tot zu kriegen! Wieder springt das mechanische Einhorn in seiner kitschigen Pracht über die Bildschirme! Nach drei Teilen, die sich lediglich durch kosmetische Veränderungen unterschieden, präsentieren Adult Swim Games (@adultswim) und PikPok (@pikpokgames) die Fortsetzung Einhorn-Rennerei: Robot Unicorn Attack 2 [App Store]. Die Veränderungen sind vielfältig und durchweg zum Positiven, doch an der grundsätzlichen Prämisse, ein Einhorn möglichst lang und schadlos galoppieren zu lassen, hat sich nichts geändert. In den Sattel und ab dafür.

RobotUnicornAttack2_01Warum genau das Einhorn es so eilig hat nach rechts zu traben, warum Riesen sich daran stören und wer die ganzen mit dem Einhorn aus dem Weg zu räumenden Kristallsterne in die Landschaft gestellt hat – die Hintergründe von Robot Unicorn Attack liegen wohl im selben Nebel, der auch das Spielfeld nach oben unten begrenzt. Während kosmische Delfine durch den Vordergrund gleiten und kosmische Walfische majestätisch über den Hintergrund ziehen, springt der Spieler mit dem mechanischen Märchentier von Plattform zu Plattform und sammelt Feen und Einhorntränen. Prepubertäre Mädchen hätten sicher feuchte Hände vor Freude.

RobotUnicornAttack2_02Neu sind die vertikal weitläufigeren Spielstufen, die sich täglich marginal ändern, ein Missionssystem mit Tagesaufgaben, das den Spieler am iPad hält sowie die Möglichkeit, eingesammelte Einhorntränen in bessere Schweife, Mähnen, Flügel oder gar Hörner zu investieren. Nach der Verbesserung springt, prescht und fliegt es sich dann merklich besser. Grundsätzlich muss sich der Spieler für ein Lager entscheiden, Team Regenbogen oder Team Inferno. Täglich kämpft dann die kosmische Gesamtheit der Spieler um die Online-Vorherrschaft. Das Gewinnerlager wird mit einem Eimer Einhorntränen belohnt.

RobotUnicornAttack2_04Größte Neuerung ist das Geschäftsmodell: Man setzt wie zuvor bei Into the Dead auf Freemium. Wer mehr Einhorntränen wünscht, kann diese kaufen. Wirklich nötig ist dies Vorgehen nicht, denn die Einhorn-Luxusmodelle sind eher Ausdruck von Eitelkeit und Tränen werden täglich kostenlos ausgeschüttet. Aufgrund der Kostenlosigkeit muss, wer zu den Klängen von Erasures „Always“ oder Limahls „Neverending Story“ durch den Kosmos galoppieren möchte, er die Titel als In-App-Käufe erstehen. Abseits der langen Ladezeiten und den Werbeeinblendungen gibt es an dem federleichten zuckersüßen Endless-Galopper nichts Gravitätliches zu bemängeln. Wer sich seiner Geschlechterrolle sicher ist, sollte zu einem heißen Ritt aufbrechen.

Rating: ★★★★☆