TeufelAureolReal01Zuwachs für die Teufel-Familie! Zum großen geschlossenen On-Ear-Kopfhörer Aureol Massive und der klangstarken In-Ear-Variante Auroel Fidelity gesellt sich mit dem Aureol Real nun ein halboffenes On-Ear-Modell. Bereits bei der Verpackung im Schaukarton mit Klappfenster, in der der Bügelkopfhörer fest eingespannt ist, tragen Teufel (@TeufelAudio) dick auf. Auch bei den Beigaben zeigt man sich gewohnt freigiebig. Neben einem Transportbeutel legen die Berliner anstelle eines Adapersteckers zwei Kabel bei, die auf 3,5 mm respektive 6,35 mm Klinke enden und so neben dem Anschluss an das iPad auch den an die Hi-Fi-Anlage sicherstellen.

TeufelAureolReal02Die textile Ummantelung der einseitig geführten Verbindungkabel findet sich auch bei der Anbindung der Ohrmuscheln an den Bügel. Für die Polsterung setzt Teufel bei den Aureol Real auf Verloursbezug, was im Gegensatz zu (Kunst-)Leder den Vorteil größerer Robustheit und UV-Beständigkeit hat. Der Bezug trägt sich angenehm, allerdings ist die Polsterung anfangs steif und muss erst eingetragen werden. Bis dahin erzeugen die Muscheln einen ungewöhnlich großen Freiraum um die Ohren. Die Weite des Bügels lässt sich im Gegensatz zum Aureol Massive stufenlos aber auch leichtgängig verstellen. Mit einem Handgriff angepasst, sitzt der Aureol Real auch über einen längeren Zeitraum angenehm ohne zu drücken.

TeufelAureolReal03Besonders beim Einsatz an iPad und iPhone macht die Gesamtkonstruktion einen sehr durchdachten Eindruck. Der Stecker des 3,5-mm-Steckers ist sehr klein, so dass er auch im Zusammenspiel mit eng dimensionierte Hüllen einsatzbar ist. Die Stoff-Ummantelung des Kabels minimiert Störgeräusche und dank der Abziehbarkeit des Klinkensteckers am Hörer kann man Verwicklungen schnell auflösen und den Hörer bei Nichtbenutzung um den Hals tragen. Dank der Empfindlichkeit von lediglich 50 Ohm lässt sich der Aureol Real gut von Apples iOS-Geräten antreiben und gibt Spielgeräusche angenehm knackig und klar wieder.

TeufelAureolReal04Klanglich steht der halboffene Aurol Real dem geschätzten geschlossenen Bruder kaum nach. Selbst wenn alle Regler nach rechts gedreht werden, bleiben die ohnehin übermäßig verzerrten Gitarren bei Dead Again von Type-O-Negative klar und auch die berüchtigte Nahtanznummer von Bohren & Club von Gore vermatscht nicht, wenngleich deutlich hörbar ist, dass der Real weniger Bass bringt, als sein in dieser Disziplin sehr starker Bruder Massive. Zwischen solchen Extremen macht der Aureol Real seinem Namen Ehre: Das reich instrumentierte Chicago von Sufjan Stevens büßt nichts von einer klanglichen Vielfalt ein.

TeufelAureolReal05Das vergleichsweise leichte Gewicht von nicht einmal 200 Gramm erreicht Teufel durch den Einsatz von viel gelacktem Plastik. Leider sieht man darauf jeden Fingerabdruck, dafür mutet die Gesamtkonstruktion allerdings keinesfalls billig an. Wer gerne laut hört, sollte allerdings bedenken, dass der Real die Umgebung ungebremst am eigenen Musikgenuss teilhaben lässt. Zum Preis von rund 100 Euro lässt sich der uneingeschränkt empfehlenswerte Aureol Real über die Herstellerseite oder Amazon beziehen.

Vielen Dank an Pat Scheidemann für die Fotos.