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Nachdem Fireproof Games (@Fireproof_Games) im Spätsommer noch ein Brikett nachlegten und das grandiose The Room um einen Epilog erweiterten, ist nun knapp ein Jahr nach Erscheinen des ersten Teils der Nachfolger am Start. The Room Two [App Store] gewinnt allerdings keine Originalitätspunkte. Wer sich mit dem Erstling der Briten bereits das Hirn zermarterte, findet sich daher umgehend zurecht. Wer hingegen den ersten Teil noch nicht spielte, sollte das unbedingt nachholen – nicht weil hier für das Spiel des zweiten Teil benötigtes Wissen vermittelt würde, sondern einfach weil der Titel so unfassbar gut ist.

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Der mysteriöse A.S. entlässt den ahnungslosen Spieler per Brief mit einem defekten Okular in das Spiel. Er soll komplexe mechanische Rätsel lösen. Mittels intuitiver Wisch- und Tippgesten inspiziert der Spieler die kunstvollen und hochgradig detaillierten Objekte der Spielwelt, dreht und wendet sie, um Mechanismen zu entdecken und entschlüsseln. Ist das Okular erst einmal repariert, offenbart es sonst Unsichtbares wie Fingerabdrücke und hilft, versteckte Schalter und Interaktionsmöglichkeiten aufzuspüren.

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In einem Inventar lassen sich Fundstücke und Puzzleteile zur späteren Verwendung und Rästel-Lösung zwischenlagern. Fireproof Games haben – und das ist in diesem Fall ganz hervorragend – alles beim Alten belassen. Der Spieler inspiziert, findet, kombiniert, dreht, wendet, zieht und drückt – ganz als würde er tatsächlich mit den wundersamen Kistchen, Truhen und Kunstobjekten handtieren. Diese sind in The Room Two allerdings zahlreicher. Wieder führt die Rästel-Reise den Spieler durch Dimensions-Tore und Zeitepochen.

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Die Rätsel sind anspruchsvoll, aber durchweg lösbar. Auf Wunsch kann sich der Spieler mit Hinweisen helfen lassen. Die gelungene deutsche Lokalisierung trägt zum stimmigen Gesamtbild bei. Wer möchte, kann jedoch während des Spiels die Sprache wechseln. Wie im Vorgänger kommt der Spieler schon mit dem Tutorial in einen Spielfluss, der erst endet, wenn der Titel entweder durchgespielt oder der Akku leer ist. Selten hat ein so uninspirierter und wenig innovativer Nachfolge so begeistert. Es ist eben schwer Hervorragendes besser zu machen.

Rating: ★★★★½