Olloclip_4in1_01
Der Olloclip (@olloclip) ist ein alter Bekannter! Die vielfältig einsetzbare Kamera-Optik für das iPhone 4(S) war bereits im Sommer 2012 im Stromstock zu Gast. Nun bieten die Kalifornier ihre überarbeitete Objektiv-Lösung auch passgenau für das iPhone 5(S) an. Strukturell hält man grundsätzlich an Bewährtem fest: Ein mit Linsen ausgestatteter Kunststoffwinkel wird über die Kameralinse des iPhones geschoben. Anschließend lassen sich – auch unter Zuhilfenahme von aufschraubbaren Tuben – vier verschiedene optische Effekte erzeugen.

Olloclip_4in1_02
Wie der Vorgänger ist auch der neue Olloclip beeindruckend robust. Wenn die Linsen der Tuben unter den beiliegenden Kunstoff-Kappen klemmen, kann man den Olloclip bedenkenlos in der Hosentasche mit sich führen. Gegen eine Verfusselung hilft der beiliegende Microfaser-Beutel. Die Gewinde, mittels derer die Tuben am Olloclip angeschraubt sind, weisen keine Grate auf; die Konstruktion lässt sich blind zerlegen und wieder zusammensetzen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Tuben jeweils nur auf eine Seite passen.

Ollosample_01
In den Kunststoffwinkel, der sich auch bei einer angebrachten Displayschutzfolie einsetzen lässt, sind zwei Linsen eingefasst, die 10- und 15-fache Vergrößerung ermöglichen. Schon bei den ersten Testbildern offenbaren sich beeindruckende Makro-Ergebnisse. Mit der 10-fachen Vergrößerung kann man sich dem Motiv bis auf 18 Millimeter nähern. Die 15-fach-Vergrößerung fokussiert auch bei 12 Millimetern noch. Die letzte Version des Olloclip war hinsichtlich Makrofotografie lediglich zu einer zehnfachen Vergrößerung in der Lage.

Ollosample_02
Die beiden aufschraubbaren Tuben sorgen wie beim Vorgänger für Fischauge- und Weitwinkel-Effekte. Letzterer verdoppelt knapp die Breite des Bildes, dass eingefangen werden kann. Besonders bei Landschafts-Motiven und in Verbindung mit der Panorama-Funktion der iPhone-Kamera ist der Effekt beeindruckend. Der Fischaugen-Effekt lässt sich weniger produktiv, doch nicht minder beeindruckend einsetzen: Ein Sichtfeld von knapp 180-Grad wird eingefangen dabei entsteht allerdings eine deutliche Verzerrung.

Olloclip_4in1_03
Eine sinnvolle Ergänzung zum Olloclip ist das Quick-Flip Case. Die passgenaue Hartplastik-Schutzhülle wird dem iPhone 5/S mit leichtem Kraftaufwand aufgedrückt. Die Vorderseite steht geringstfügig über und verhindert, dass das Display des iPhones aufliegt. Weitaus praktischer ist jedoch, dass sich die rechte obere Ecke der Schutzhülle um 180 Grad umklappen lässt, sodass sich der Olloclip auch bei angelegter Schutzhülle verwenden lässt. Die Entscheidung für das halbtransparente Gehäuse ist auf längere Zeit ausgelegt, denn das Abnehmen erfordert viel Kraft, geschickt und Fingerspritzengefühl.

Olloclip_4in1_04
Wer es richtig ernst meint mit der iPhone-Olloclip-Fotografie, verwendet zudem den Pro-Photo-Adapter. Das U-förmige Kunststoffstück dockt an die Unterseite des Quick-Flip Case an und bietet zwei Gewinde, um die Hülle sicher auf eine Kamera Stativ aufzuschrauben. Ein Zubehörschuh bietet die Möglichkeit Zubehör wie Blitze oder Mikrofone einzuschieben. Zudem liegen dem Case ein Adapter bei, um es und den Olloclip an einem iPod tocuh 5G zu betreiben. Das Komplettset aus Olloclip, Schutzhülle und Stativ-Adapter ist bei Amazon zum Preis von knapp 100 Euro erhältlich.