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Das schwarze Gold tut wieder das, was Umweltschützer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt: aus eine Pipeline munter durch die Umwelt fließen. Erneut haben sich Holy Water Games (@holywatergames) mit Chillingo (@chillingo) ins Boot gesetzt, um den Spieler in Feed Me Oil 2 [App Store] mit viel Drecksarbeit zu konfrontieren. Auslaufendes Öl muss möglichst umfassend unter Zuhilfenahme von einer handvoll Objekten in dafür vorgesehene Bereiche bugsiert und so verträglich entsorgt werden. Die Ärmel hoch und ran ans Werk.

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Wie der Vorgänger, dem der Titel spielerisch weitestgehend ähnelt, hebt sich auch Feed Me Oil 2 durch eine absurde, ans Surreale grenzende Spielwelt von anderen Puzzlern ab. Jede der bildschirmgroßen Spielstufen ist beseelt, besitzt blinzelnde Augen und grinsende Münder. Mit Tippgesten wählt der Spieler Balken, Ventilatoren, Pumpen und andere Objekte aus, platziert diese und dreht sie schließlich in die gewünschte Position. So wird der Lauf des Öls direkt und indirekt geleitet. Erst wenn eine Mindestmenge an den Zielort fließt, eröffnet sich die folgende Spielstufe.

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Je weniger der Hilfsmittel verwendet werden, desto besser die Bewertung des Spielergebnisses. In den seltensten Fällen ist die Lösung im Vorfeld klar, statt dessen erfordert die Positionierung der Hilfsmittel laufend Anpassung, bis das Öl so läuft, wie es soll. So geht es über vier Inseln mit jeweils 15 Spielstufen und einem überfreundlich balancierten Schwierigkeitsgrad. Die erste Hälfte von Feed Me Oil 2 ist – vor allem für durch den Vorgänger mit dem Prinzip Vertraute – viel zu einfach geraten; zudem der Spieler alle Zeit der Welt für die Lösung der Spielstufen hat.

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Beeindruckend ist allerdings nach wie vor die realitätsnahe Physik-Engine, dank der sich der zähe schwarze Fluss so verhält, wie man es erwartet. So gleitet der Ölfilm sogar auf Wasser. Auch grafisch haben sich Holy Water Games deutlich weiterentwickelt, der schwarze Fluss und seine bunte Umwelt sind eine Augenweide. Geflissentlich verzichten können hätte man indes auf die penetrante Facebook-Integration. Nach jeder erfolgreich absolvierten Spielstufe wird der Spieler aufgefordert, seine Leistungen im Freundeskreis zu verbreiten. Ein wenig mehr Innovation hätte es schon sein dürfen.

Rating: ★★★½☆