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Seltsam schön und ganz schön seltsam, was CMA Megacorp (@CMA_Megacorp) da in den App Store schieben. Marco Mazzoli, das “M” im Namen der Entwickler, hat sich vor Jahren mit Spirit einen Namen gemacht. In Kiwanuka [App Store] schickt er gemeinsam mit Chris Stevens und Andrew Lim Spieler auf Befreiungsaktionen durch polygone Kristalllandschaften. Zur akustischen Untermalung für den stilvollen Auszug servieren die Herren – ganz wie kurz zuvor Cipher Prime bei Intake – feinen Dubstep, der ins Bein geht.

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Hinsichtlich der Vorgeschichte gibt man sich bedeckt, aber ein fraglos böswilliges Wesen hat liebreizende kleine Zweibeiner in Roben und mit ausgeprägtem Sinn für Frisuren in Kristalle gesperrt. Als eines dieser Wesen zieht der Spieler mit einer zahlreichen Gefolgschaft durch die Spielstufen, an deren Ende jeweils ein Genosse zu befreien ist. Den Weg heil dorthin zu finden ist das Ziel, wobei der Truppe eine im Wortsinn tragende Rolle bei der Zielerreichung zukommt.

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Mit Hilfe seines Führerstabs kommandiert der Spieler den Tross, der sich zu stapelt, wobei die Wesen beeindruckend fest aneinander haften. Dieser lebendige Turm kann nach links oder rechts gekippt werden und dreht sich, bis er an ein Hindernis stößt. An Kristallen zerschellt er, wohingegen er an mineralischen Strukturen haften bleibt und Brücken bildet. Über diese hangeln sich die Wesen wie die Lemminge durch die Spielstufen.

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Durch gezieltes Durchtrennen der Brücken lassen sich die knuddeligen Zweibeiner im freien Fall an entlegene Positionen dirigieren. Schnell erschweren bewegliche Elemente und beengte Verhältnisse die Möglichkeiten des Brückenbaus und erfordern neben logischem Denkvermögen auch ein gutes Timing-Gefühl. Doch selbst wann man bei der Lösung der 30 Puzzles länger auf Granit beisst, animieren die liebreizende Präsentation und die schmissige Untermalung zum Weitermachen.

Rating: ★★★★☆