Globosmome_01
Na wer schwärmt denn da? Nach Darkin und dem jüngst ausgezeichneten CLARK ist Globosome: Path of the Swarm die dritte iPad-Produktion aus Deutschland binnen kurzer Zeit! Abseits der Hauptstadt haben Fabian Schaub und Thomas Krüger als Navel (@NavelGames) den Titel in Ludwigsburg zusammengezimmert. Schon das Konzept gebietet, dass es eine runde Sache ist, denn der Spieler kullert durch eine dreidimensionale Landschaft, deren saftiges Grün der ersten Spielstufen an Bontanicula erinnert. Dann mal losgerollt.

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Am Anfang ist Einsamkeit und Isolation. Der Spieler lässt den goldenen Ball durch die malerisch saftig-grüne Landschaft kugeln. Bestenfalls per Touch-Bedienung, denn die Neigungssteuerung ist zwar ebenso präzise aber die Gesten ausladend; die Unterstützung für iOS7-Controller (noch) [hier: Version 1.0] falsch belegt. Was zu tun ist, darüber schweigt sich der Titel aus, der Spieler soll alles selbst entdecken und stellt zum Glück schnell fest, dass er durch das Plattwalzen von Blüten an Genossen kommt. So schreitet die Schwarmbildung voran und vormals verschlossene Barrieren öffnen sich.

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Im Spielverlauf ändern sich die stets wundervoll anzusehenden Landschaften – die genau wie die kugelige Hauptfigur eine ordentlich Portion Kantenglättung hätten vertragen können – und der Protagonist lernt dazu: höher springen, Steine aus dem Weg schieben, im ätzendem Säurenebel bestehen. So werden vormals un- oder schwer-passierbare Areale in bereits absolvierten Spielstufen nachträglich zugänglich. Beim erneuten Besuch kann man dann auch gleich die bis zu vier Sekundärziele lösen, die wie bei Hitman Go Voraussetzung für den Zugang zu höheren Spielstufen sind.

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Globosome ist ideenreich und schön anzusehen, leidet aber unter den gleichen Flüchen wie Kollegen mit runden Protagonisten wie Kotomon oder Type:Rider. Die vom Spieler nicht beeinflussbare Perspektive lässt bisweilen zu wünschen übrig und nicht den gewünschten Blick auf das Geschehen zu. Zudem ist die Steuerung einer Kugel eine Prämisse, die Spielerlager spaltet – wer will schon ernsthaft mit einer Kugel präzise Hüpf-Passagen absolvieren müssen? Bisweilen unsinnig gesetzte Rücksetzpunkte zwingen dazu, schwere Passagen immer wieder zu spielen – will man alle Sekundärziele abschließen. Alles jedoch  auswetzbare Scharten, die einen eigentlich empfehlenswerten Titel (noch) behindern.

Rating: ★★★½☆