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Vor knapp 20 Jahren, als SNK die King-of-Fighters-Serie aus der Taufe hob, kamen vorrangig Besitzer eines damals weitgehend unerschwinglichen Neo Geos in den Genuss der Klopperei. Heute dürfen Krethi und Plethi auf flunderflachen Tablets für einen Spottpreis Backenfutter verteilen. Mit The King of Fighters ’98 [App Store] hieven die fleißigen Portierungsameisen von DotEmu (@dotemu) einen der besten Teile der Prügel-Serie auf das iPad. 38 Kämpfer, Team-Fighting, Pixel-Porno.

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Über das eigentliche Spiel ist bereits an anderen Stellen alles gesagt: Eine breit gefächterte Kämpfer-Riege mit fast allen Kämpfern bisheriger Teile – Klappspaten wie Andy und Billy eingeschlossen. Ein Tag-Team-System, bei dem drei Kämpfer in vorbestimmter Ordnung nacheinander Backenfutter austeilen. Ein Trainings-Modus, in dem man sich zumindest theoretisch auf des ausstehende Backenfutter im Kampf gegen den Computer-Gegner vorbereitet.

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Und nun die schlechte Nachricht: Wie fast alle Umsetzungen von Beat ’em Ups auf Apples Tablets leidet auch King of Fighters ’98 unter der Touch-Steuerung. Das beginnt bei der adäquat portierten verschachtelten Menüführung und endet – trotz der Möglichkeit einer vereinfachten Steuerung – bei der Bedienung. Letzteres trifft Umsetzungen der King-of-Fighters-Serie ganz besonders hart, denn diese verlangt vom Spieler weit anspruchsvollere Bewegungsabläufe als Capcoms rivalisierende Straßenkämpfer-Serie.

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Die gute Nachricht – und nur ein schwacher Trost für die Besitzlosen – hinterher: DotEmu haben bei der Unterstützung für externe Eingabegeräte ganze Arbeit geleistet. Mit dem SteelSeries Stratus spielt sich die Prügelei ganz ausgezeichnet – das Spielgefühl ist en par mit dem auf der Konsole. Allenfalls die verschachtelte Navigation zehrt an den Nerven, doch mit verspielten Grafik-Eigenschaften wie zuschaltbaren Scanlines kompensieren die fleißigen Portierungs-Ameisen den Mangel. Für die einen pfui für die anderen hui.

Rating: ★★★½☆