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Barry Steakfries ist eines der populärsten Aushängeschilder der iOS-Spieleszene. Die australischen Entwickler von Halfbrick Studios (@halfbrick) scheuchten den bärtigen Jedermann in Moster Dash rennend durch die Epochen und in Jetpack Joyride mit dem Raketen-Rucksack düsend durch unterirdische Labore. Im dritten Titel der Steakfries-Saga, Age of Zombies [App Store], hilft der Spieler Barry dabei, verschiedene Zeitalter von Untoten zu befreien. Die Entwickler spendierten dem ursprünglich im Oktober 2010 erschienenen Titel jüngst ein Update – ein Grund den angestaubten Dual-Stick Shooter erneut zu spielen?

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Die gute Nachricht vorweg: Auch nach Jahren macht Age of Zombies oberflächlich eine gute Figur. Cartoon-Grafik sei dank, mutet die Ballerei, bei der man mit einem Daumen die Bewegung der Spielfigur, mit dem anderen die Schussrichtung steuert, noch zeitgemäß an. Alles unter der Oberfläche ist allerdings deutlich spürbar in die Jahre gekommen. Mittlerweile sind die Ansprüche der Spieler an Dual-Stick-Shooter deutlich höher als das, was Age of Zombies – niedlicher Rahmenhandlung und Präsentation zum Trotz – bieten kann.

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Während seiner verrückten Reise von der Urzeit über den Wilden Westen bis in die Zukunft, lernt Barry nichts dazu. Leider fehlt die Möglichkeit, Charaktereigenschaften oder Bewaffnung langfristig zu entwickeln, wie dies beispielsweise das hervorragende Meltdown bietet. Auch sind die Spielstufen, in denen Barry immerfort von Zombies bestürmt wird, viel zu lang; die Bewegung der Spielfigur zu zäh – die Neuauflage von Minigore zeigt, wie schwungvoll-schmissig eine solche Cartoon-Ballerei ausfallen kann.

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Sporadisch tauchen Extrawaffen auf, die über mehr Durchschlagskraft verfügen. Zudem kann Barry eine Handvoll Granaten für Notfälle und monotone Bosskämpfe mit sich führen. Insgesamt jedoch bietet das zudem viel zu einfache Age of Zombies angesichts starker Konkurrenz heute viel zu wenig, um Spieler noch reizen zu können. Da helfen auch per Update nachgeschobene Joypad-Unterstützung und eine neue Spielstufe nichts – zumal Nutzer der mittlerweile abgekündigten Retina-optimierten “Anniversary Edition” ohnehin nicht in deren Genuss der Neuerungen kommen.

Rating: ★★½☆☆