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Luke Schneider (@radiangames) kann Shooter. Punkt. Das hat er in Eigenregie mit Titeln wie Ballistic SE gezeigt und mit Auftragsarbeiten wie The Powerpuff Girls: Defenders of Townsville. Sein bisheriges Meisterstück war Inferno+, das einen technisch einwandfreien Dual-Stick-Shooter mit Rollenspiel-Elementen anreicherte. Noch immer ist Inferno+ unerreicht; was Schneider wohl dazu bewogen hat, den Versuch zu unternehmen sich selbst zu übertreffen. Mit Inferno 2 [App Store] will Schneider schlicht den ultimativen Touch-Shooter abliefern und – soviel vorweg – er ist auf einem sehr guten Weg.

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Wie im Vorgänger geht es durch labyrinthisch-verschlungene Spielstufen voller Schlüssel, Schlösser und Geheimpassagen, ganz als kämpfte man sich durch einen schlecht beleuchteten Kerker. Neonfarbene Brutherde produzieren unaufhörlich eine Flut von Kanonenfutter, das es zu dezimieren gilt, um den Ausgang unbeschadet zu erreichen. Wie in einem Bullet-Hell-Shooter muss man in Anbetracht des allgegenwärtigen farbenfrohen Kugelhagels einen kühlen Kopf zu bewahren, elegant auszuweichen und aus allen Rohren draufhalten.

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Was es aus besagten Rohren hagelt, bestimmt der Spieler. Neben den beiden virtuellen Sticks, mit denen Flug- und Schussrichtung bestimmt werden, schaltet der Spieler durch die Art der Projektile und der Raketen, die in begrenzter Stückzahl über einen weiteren Knopf abgefeuert werden. Um die strategischen Möglichkeiten dieser komplexen Bewaffnungsmodi zu internalisieren, bedarf es viel Übung. Entwickler Schneider ist selbst noch nicht vollends zufrieden mit der komplexen Waffensteuerung und will per Update nachbessern.

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Durch die Ballerei in den mehr als 80 Spielstufen verdient sich der Spieler Credits und Erfahrungspunkte, die wiederum im Waffenladen des Vertrauens ist eine Verbesserung der Bordmittel und Fähigkeiten investiert werden können. Schneider hat sein Ziel erreicht, Inferno 2 ist dem Vorgänger in allen Belangen überlegen, allenfalls die Farbenpracht braucht ein paar Spielstufen zur Entfaltung. Schließlich ist es jedoch schlichtweg beeindruckend, wie viele Partikel-Explosionen hier ruckelfrei gleichzeitig ablaufen. Der alte Genre-König ist der neue Genre-König.

Rating: ★★★★½