Satellina_01
Mit Satellina [App Store] haben Entwickler von Moon Kid (@turbomcphazer) ein Mauerblümchen herangezüchtet. Ein zartes Pflänzchen, unansehnlich und leicht übersehbar, das droht im Schatten protziger Artgenossen mit Bombastgrafik und schmissigen Titeln zu verkümmern. Es wäre bedauerlich, denn der Titel bezaubert mit seinen Ansprüchen an logisches Denken und Geschicklichkeit des Spielers. Dieser hat die Aufgabe, bestimmte Spielsteine vom Bildschirm abzuräumen, ohne dabei mit anderen in Berührung zu kommen.

Satellina_02
Es geht nicht darum wie in Helix möglichst lange unbeschadet zu überleben. Stattdessen sollen alle Spielsteine, die sich im Formationsflug über den Bildschirm bewegen, entfernt werden. Zunächst geht es an die grünen Steine, im Anschluss verfärben sich alle vormals tödlichen gelben Steine grün, schließlich auch die roten Steine. Als Spielfigur muss ein schlichtes Fadenkreuz herhalten, das sich analog zu den Bewegungen des Fingers bewegt; der Finger des Spielers muss sich also nicht die Sicht behindernd auf der Figur befinden.

Satellina_03
Die Spielstufen erschließen sich nacheinander in Bündeln aus fünf. Grundsätzlich steigt der Schwierigkeitsgrad dabei moderat an, zu keiner Zeit aber sind die Konstruktionen unfair. Sind die Bewegungsmuster erst einmal durchschaut, erwacht der Ehrgeiz, die Spielstufen möglichst schnell abzuräumen. Hierin liegt dann auch der langfristige Reiz: Andere in Ranglisten auf die Plätze zu verweisen

Satellina_04
Wenig stört. Zum einen scheint die Anzahl der Spielstufen mit 50 zunächst stattlich, doch vor allem viele der frühen lassen sich binnen Sekunden lösen. Gerne dürfen Moonkid hier nachliefern. Zum anderen setzten die Entwickler für die Online-Verwaltung der Bestzeiten auf ein eigenes System für das Spieler einen Benutzernamen vergeben – der sich jedoch nur mit einem Gerät verwenden lässt. Wer parallel auf mehreren iOS-Geräten spielen möchte, muss das unter verschiedenen Profilen tun und macht sich daher selbst Konkurrenz.

Rating: ★★★★☆