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Vampire haben es schwer auf iOS-Geräten zu begeistern. Das grafisch opulente Bloodmasque war spielerisch eher dünn angerührt. Das spielerisch originellere Shadow Vamp stolperte über perspektivische Probleme und der Match-Mehrfach-Titel Darkin verfing sich aufgrund fehlender Innovationen im spielerischen Mittelfeld. Der neueste Blutsauger-Titel für das iPad heißt Lamp and Vamp [App Store] und stammt vom französischen Studio GlobZ (@globz). Nach Action, Geschicklichkeit und Puzzle überführen sie den Dracula-Mythos in strategische Gefilde.

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Es liegt in der Natur der Sache, dass der spitzzahnige Hauptcharakter vor dem Sonnenaufgang in die Kiste will. Zeit ist allerdings paradoxerweise kein Problem in Lamp and Vamp, denn der Spieler kann sich bei seinem Lauf über das Hexagonale Spielfeld so viel lassen, wie es ihm beliebt. Probleme bereiten indes Bauern und Pfaffen, die es auf den Untoten abgesehen haben. Rundenweise ziehen beide Parteien und versuchen sich aneinander vorbeizuschleichen. Gelangt der Vampir in das Sichtfeld der guten Gegner, macht sich der Mob zielgerichtet auf die Jagd.

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In der Trickkiste hat der Umhangträger die Fähigkeiten sich in einen Fledermaus oder Neben zu verwandeln um so seinen Häschern zu entkommen. Allerdings kosten diese Unternehmungen Lebensenergie. Mit seinen Fängen kann er zudem Figuren in angrenzenden Feldern das Leben rauben und gleichsam seine eigene Energieleiste wieder auffüllen. Nach dem erfolgreichen Absolvieren der Spielstufen darf der Spieler eine ausgewählte Fähigkeit weiter entwickeln, so dass diese beispielsweise weniger Energie verbrauchen.

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All das erinnert sehr an Titel wie Outwitters und stärker noch an Hoplite, hat allerdings zwei miteinander verzahnte Haken. Nach dem Spielende muss der Spiele in der ersten Spielstufe neu starten. Alle Upgrades sind Geschichte. Das verhagelt noch stärker als in Wayward Souls die Spielspaß-Petersilie. Zum anderen sind die Gegner nicht vollends berechenbar, denn wohin sie sich nach einem Zug wenden, bei dem sie an ein Hindernis stoßen, ist unklar. So kommt es immer wieder zu unverschuldeten Toden. Wenn Fairness fehlt und Schwierigkeit regiert, dann tröstet auch schöne Pixelart-Grafik nicht.

Rating: ★★★☆☆