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Es ist mal wieder Zeit für Krieg. Das meint zumindest das Studio CUKETA (@AgeofDefenders), die mit Age of Defenders [App Store] einen Tower-Defense-Titel in den App Store entlassen. Sicher ein mutiger Schritt, angesichts der Vielzahl hervorragender Titel in diesem Untergenre. Doch die sich nach einem Gemüse benannt habenden Entwickler haben ihrem Titel, der auch plattformübergreifend im Browser spielbar ist, ein beachtliches Alleinstellungsmerkmal eingepflanzt: In einem Mehrspielermodus können Spieler einander angreifen und die Verteidigungsanlagen der anderen auf die Probe stellen.

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Der Spieler schließt sich der Rydan Corporation an, die mit der Ausbeutung der Ressourcen eines Planeten beschäftigt ist. Rebellen, finden dies wirtschaftliche Unterfangen gar nicht redlich und zwischen den Fronten buddeln Archäologen nach kostbaren Artefakten. Die Hintergrundgeschichte wird Häppchenweise vermittelt, wobei die durchaus ansprechende Ausgestaltung inhaltlich teilweise an der Grenze zur Bescheuertheit kratzt. Der Spieler platziert seine Bohrer über den Ressourcen-Vorkommen und produziert mit dem Erlös nach Bedarf Verteidigungsgerät, dass einfallende Rebellen aufhalten soll.

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Vielfach geht es ganz klassisch darum, die gegnerischen Feindeswellen zu überleben, doch vereinzelt darf der Spieler in den 20 Missionen der Kampagne auch in die Offensive gehen und die Basen der Rebellen angreifen – Starcraft lässt grüßen. Neben der Investition in neue Fabriken für Kriegsmaschinen und Verteidigungsanlagen können die erbeuteten Ressourcen aufgewendet werden, um die Anlagen zu verbessern. In einigen Missionen dienen die Rohstoffe zudem dazu, archäologische Fundstücke in Sicherheit zu bringen. Tatsächlich ist es jedoch das Online-Duell, dass Age of Defenders auszeichnet.

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Allerdings merkt man dem Titel fortwährend seine Wurzeln als Flash-basiertes Browserspiel an. Die Grafik lässt sich nicht wie bei Genrekollegen üblich skalieren, sodass der Spieler mit einer festgelegten und nicht immer praktischen Distanz zum Geschehen Vorlieb nehmen muss. Auch das Nachladen von Spielelementen im Kampagnen-Modus nervt. Für das Matchmaking setzen die Entwickler auf einen eigenen Dienst anstatt auf GameCenter setzen. Auch sind viele der Kampagnen sehr lang, worüber Strategen hinwegsehen. Dennoch werden auch diese mit Titeln wie Fieldrunners 2 oder Great Gig Wargame glücklicher – wenn sie nicht explizit auf der Suche nach Krieg in futuristischer Dune-Atmospähre sind.

Rating: ★★★☆☆