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Und wieder geht es in den Weltraum. Nach Shooting Stars und Operation: Dracula dürfen sich mit flinken Fingern Ausgestattete nun in Beat Da Beat [App Store] beweisen. Die jüngste Produktion des iOS-erfahrenen russischen Studios Nekki (@nekki_com) passt perfekt zwischen die beiden Genre-Kollegen: Auf der einen Seite eine schräge humorvoll erzählte Geschichte, auf der anderen ein weit gestreuter Kugelhagel, durch den der Spieler hochsensibel navigieren muss. Garniert dieser ansprechende Mix mit treibender und eingängiger Dubstep-Musik. Feuer frei!

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Der Abend startet perfekt und nimmt alsbald die schlimmst-mögliche Wendung. Die romantische Verabredung mit der Angebeteten am Stadtrand wird durch eine Invasion Außerirdischer unterbrochen, die sich die Perle kurzerhand schnappen. Also ab in das Raumschiff und hinterher. In jedem Fall sollten selbst erfahrene Spieler sich das einführende Tutorial absolvieren, denn dies ist wie der ganze Titel nicht nur höchst unterhaltsam – die Entwickler belohnen den Spieler zudem zu einem späteren Zeitpunkt mit Spielwährung für die sich Bewaffnung, Panzerung des Schiffs verbessern oder gar ein neues anschaffen lässt.

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Der Bullet-Hell-Kugelhagel ist von treibender Akustik unterlegt. Was das geschmeidige Manövrieren vereinfacht ist, dass lediglich ein kleiner Abschnitt des Schiffs anfällig ist und es zudem mehrere Treffer verkraftet. Jedes Gefährt besitzt besondere Fähigkeiten, die sich aktivieren lassen, sobald der Finger des Spielers das Display verlässt: So verschaffen Smartbombs Raum und in Zeitlupe navigiert man selbst durch einem Projektil-Tsunami. Dieser pulsiert stets in Takt der Musik, was das Geschehen deutlich berechenbarer gestaltet, als das Projektil-Chaos das Operation: Dracula versaute.

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Die Pixeloptik ist Geschmackssache, passt aber zum Humor, wie dies sonst selten – etwa in Glorkian Warrior – der Fall ist. Bei allem Spaß ist der Titel selbst auf niedrigem Schwierigkeitsgrad fordernd. Nach dem Ableben lässt sich, entsprechende Devisen vorausgesetzt, ein Continue erkaufen; alternativ beginnt die Ballerei von vorn. Doch – und das ist die weit sinnvolle Investition – durch das Ausrüsten des Raumschiffs oder Zukäufe erballert man sich stetige Erfolgserlebnisse, die zu neuen Anläufen motivieren. Einziges Manko ist, dass sich die doch sehr eingängige Musik auf die Dauer abnutzt, wie die Haut auf dem das Raumschiff steuernden Zeigefinder.

Rating: ★★★★½