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Vor gut einem Jahr sorgte Square/Enix (@squareenixde) mit Hitman Go für Aufsehen und zeigte war für großartige Titel entstehen können, wenn man seine Entwickler von der Leine lässt. [1] Nicht nur, dass die kanadische Dependence des Studios demonstrierte, wie man bekannte Marken in andere Genres überführt und dabei an den Kernwerten festhält; zudem schlug man in Montreal eine Brücke zwischen Konsolen- und Mobile-Gaming die vielen voreingenommenen Spielern, dass Unterhaltung auf Tablets anspruchsvoll sein kann. All das ist nun mit Lara Croft GO [App Store] ein weiteres Mal gelungen.

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Spielerisch hat sich grundsätzlich nicht geändert: Anstelle von Agent 47 schiebt der Spieler Lara Croft analog zur Bewegung einer Spielfigur bei einem Brettspiel entlang vorgezeichneter Pfade. Ausgestattet mit ihren Pistolen kann sich die Archäologin Spinnen, Riesenwaranen und anderem Getier erwehren, wenn dies nicht schneller ist. Stets geht es ordentlich Zug um Zug und wenn der Lara in eine sprichwörtlich ausweglose Position geschoben wird, kommt es vor dass sie gebissen, angesprungen oder anderweitig tödlich verletzt wird.

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Analog zu den Wachmännern in Hitman Go hat auch das Viehzeug charakteristische vorhersehbare Verhaltensmuster, was ein planbares Vorgehen erst ermöglich – und genau darum geht es. Jeder kurzen Spielstufen lässt sich lösen, indem Lara einen bestimmten Pfad entlang läuft und gegebenenfalls auf dem Weg Schalter umlegt oder Säulen verschiebt, um sich einen Weg Zug zu bahnen oder der feindseligen Fauna selbigen zu versperren. Ausgezeichnet hierbei sowohl, wie die Entwickler die charakteristische Schatzsucher-Atmosphäre früher Tomb-Raider-Teile anfangen aber auch den Schwierigkeitsgrad kunstvoll steigern.

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In Abgrenzung zu Hitman-Go können Spieler mit wachen Augen Artefakte finden und bei fleißigem Sammeln Lara neu einkleiden. Dafür hat man auf die zum erneuten Spielen motivierenden Aufgabenstellungen des Vorgängers verzichtet; beispielsweise Spielstufen mit möglichst wenig Zügen zu absolvieren oder alle Gegner zu töten. Spielerisch sonst einwandfrei ist der Titel auch technisch hervorragend: Den Speicherhunger von knapp einem Gigabyte verzeiht man dank iCloud-Unterstützung gerne und sowohl grafisch als auch akustisch statuieren die Entwickler Exempel in Minimalismus-Exzellenz. Ab in die Höhle!

[1] Wer über die Entstehungsgeschichte von Hitman Go mehr erfahren möchte, dem sei die entsprechende Folge des Podcasts Insert Moin empfohlen.

Rating: ★★★★½