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Wenn es nach StoryToys (@storytoys) geht, steht hinter einem großen Erfinder nicht eine starke Frau, sondern eine Katze. Im Falle des Renaissance-Genies Leonardo da Vinci ist dies Scungilli. In Leonardo’s Cat [App Store] schickt der Universalgelehrte seinen vierpfotigen Lebensabschnittsgefährten auf, Teile des Automaton, seiner genialsten Erfindung zu beschaffen. Zuvor hatte das konkurrierende Genie Michelangelo das mechanische Wunderwerk entwendet, den es nun wieder zusammenzusetzen gilt.

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Aufgabe des Spielers ist es, Scungilli heil durch 60 Spielstufen zu lotsen, um so alle Teile des gestohlenen Automaton zusammenzuklauben. Tatsächlich stellen die örtlichen Gegebenheiten die Katze vor nur mit der Genialität Leonardos lösbare Probleme. Der Spieler positioniert Sprungfedern und Kanonen, später auch Katapulte und Flugapparate aus einem begrenzten Fundus an bestimmten Stellen vor den Hindernissen, die den auf Kommando selbsttätig loslaufenden Scungilli diese mühelos überwinden lassen.

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Im Spielverlauf kommen weitere Erfindungen hinzu und die Spielstufen werden fortlaufend länger und verästelter. Am grundsätzlichen Prinzip ändert sich indes nichts: Erfindungen auswählen, platzieren und gegebenenfalls per Tipp justieren – schon kann die Katze ihren Lauf nehmen. Die Herausforderung besteht darin, die richtige Erfindung an der richtigen Stelle zu positionieren. Das erfordert, da sich die Effekte vieler Erfindungen ähneln, später etwas Ausprobieren, aber meist mehr Geduld als Verstand.

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Hinsichtlich der Präsentation lassen sich StoryToys nicht lumpen: Patrick Stewart leiht dem bärtigen Genie bei englischer Sprachwahl seine Stimme und auch das Design des Titels ist stimmig – niedlich ohne zu verkitschen. So ist der Titel für Kinder, ohnehin die Zielgruppe, uneingeschränkt empfehlenswert. Ältere Spieler hingegen sind bald von den immer gleichen Mechanismen und der Rigidität, mit denen diese einsetzbar sind, gelangweilt. Für freieres Knobeln empfiehlt sich eher das noch immer hervorragende Bad Piggies.

Rating: ★★★☆☆