Steelseries Nimbus 01
Bereits bei der Verpackung des Nimbus fahren SteelSeries (@SteelSeries) groß auf. Eingebettet in passgenau aufgeschäumtes schwarzes Styropor hat das Entnehmen des Controller aus dem Karton fast etwas Erhabenes. Entgegen seines dunkle Wolken verkündenden Namens umgibt den aktuellen Bluetooth-Controller eine Aura des strahlenden Hypes, schließlich hat Apple den Nimbus zum inoffiziellen Apple-TV–4-Controller ernannt – der Kompatibilitäts-Stempel prangt gut sichtbar auf der Verpackung. Doch wie schlägt sich der Mfi-Controller der vierten Generation im praktischen Gebrauch?

Steelseries Nimbus 02
Knapp anderthalb Jahre nach dem Debüt ihres ersten iOS-zertifizierten und noch immer empfehlenswerten Winzlings Stratus machen SteelSeries vieles besser. Der Nimbus hat entgegen seinem Vorgänger eine von Konsolen-Joypads vertraute Standardgröße und liegt ergonomisch einwandfrei und wertig-schwer in den Händen. Die Standard-Elemente, zwei Analog-Sticks, ein Steuerkreuz und vier Knöpfe, sind perfekt positioniert. Auch die Schultertasten auf der Stirnseite fügen sich tadellos unter Zeige- und Mittelfinger. Der schiebbare Knopf zum Ein- und Ausschalten ist gemeinsam mit dem Knopf für das Bluetooth-Pairing ebenfalls auf der Stirnseite positioniert.

Steelseries Nimbus 03
Das Koppeln mit iOS-Geräten klappt ebenso wie die Bluetooth-Verbindung mit dem Apple TV 4 ohne Hürden. Vier LEDs auf der Front signalisieren dem Spieler beim Anschluss mehrerer Controller welche Geige er bei Mehrspieler-Titeln spielt. Der Druckpunkt der vier Feuerknöpfe ist angenehm und auch die anlogen Schultertasten regieren wie es sich gehört: Alle verrichten ihren Dienst vergleichsweise geräuscharm ohne Klacken und Knarzen. Bezeichnend für die aktuelle Controller-Generation ist, dass der Akku des Nimbus per Lightning-Kabel geladen wird; nach Hersteller-Angabe soll der vollgetankte Nimbus 40 Stunden durchhalten. Ein Ladekabel liegt – wohl um den Verkaufspreis niedrig zu halten – allerdings nicht bei.

Steelseries Nimbus 04
Sowohl im Zusammenspiel mit dem Apple TV 4, als auch mit aktuellen iOS-Geräten, sind keine Lag-Erscheinungen spürbar. Die Druckpunkte der Digital-Tasten sind angenehm stramm und auch die Analog-Sticks ohne unsägliches Spiel. Technisches Sahnehäubchen für Mac-Nutzer ist, dass der Nimbus sich auch grundsätzlich zur Steuerung von Mac-Spielen eignet. In der Praxis bedarf es für die Zusammenarbeit allerdings Button-Mappings. Das Fazit zum vergleichsweise günstigen und exklusiv über den Apple beziehbaren Nimbus fällt schließlich knapp aber überschwänglich aus: Der Nimbus ist gegenwärtig das beste Handwerkszeug für iOS- und Apple-TV-Spieler.