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In einem Laboratorium auf dem Grund des Meeres hat es sich ein Wissenschaftler bequem gemacht. Ungestört von Ethik und Moral macht er sich daran, neue Lebensformen zu erschaffen und seine frankensteinesque Arbeit ist von Erfolg gekrönt. Der Goo sind ist ein quallenartiges Lebewesen mit Freude an der Bewegung und einem zutraulichen Charakter. Denn als der Wissenschaftler eines Tages nicht mehr auftaucht, sorgt sich der Goo und macht sich auf die Suche nach seinem Schöpfer. So beginnt die Goo Saga [App Store] der griechischen Toka Loka Games (@TokaLokaGames).

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Von der ersten Spielminute an begeistert Goo Saga durch die aufwändige Produktion. Die Kulissen sind, wenngleich den düsteren Lichtverhältnissen in einer Unterwasserbasis entsprechend, detailreich; der Goo liebevoll animiert und die akustischen Untermalung stimmig. Bewegt wird der rollende Schleimball über zwei Pfeiltasten, die ihn vor und zurückrollen lassen. Eine Sprungtaste lässt ihn in die Höhe schnellen, mit einer anderen kracht er zerstörerisch auf feindliche Roboter und poröse Ebenen.

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Die Steuerung ist jedoch das größte Manko, denn die Schaltflächen können nicht justiert werden und ein schnell rollender Goo hat die Eigenschaft etwas nachzurollen, was das Navigieren unnötig erschwert. Mittels eines Schiebereglers kann man den Goo quetschen oder aufblähen, um sich den Weg durch enge Passagen oder Sprungkraft erfordernde Abgründe zu bahnen. Überdies kann man die Fähigkeiten des Goo durch Kristalle verbessern, die man erhält, wenn man die Spielstufen mindestens drei mal durchspielt und dabei keinen Schaden nimmt und in einem knapp bemessenen Zeitrahmen bleibt.

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Spielerisch erinnert der Plattformer mit kleinen Physik-Rätseleinlagen in seinen besten Momenten an das noch immer wundervolle Leo’s Fortune, allerdings erreicht es niemals dessen Klasse. Vor allem aufgrund der Steuerung, die wegen des Nachlaufens nicht stramm genug greift und immer wieder ungewollt zum Bildschirmtod und dem letzten Rücksetzpunkt führt. Geringfügige Entschädigung bietet da ein Baukasten-System: Wie in Adventure Time Game Wizard können Spieler eigene Stufen erstellen und diese einander zur Verfügung stellen, allerdings ist das Werkzeug aufgrund vielfältiger Einstellungen und kleinteiliger Bedienelemente auf dem Tablet kaum konstruktiv bedienbar.

Rating: ★★★½☆