the_forgotten_room_01
In ihrem jüngsten Abenteuer wandeln Glitch Games (@GlitchGames) auf den Spuren des Übernatürlichen. Der Nachfolger von A Short Tale, in dem der Spieler als Kleinwüchsiger aus einem Kinderzimmer entkommen musste, lässt The Forgotten Room [App Store] den Spieler in die Rolle eines Privatdetektivs schlüpfen. Es gilt die Umstände ergründen, unter denen ein Mädchen verschwunden ist. Gelockt von diesem Mysterium geht es auf in ein gespenstisches, schlecht beleuchtetes, knarzendes altes Spukhaus voller knackiger Rätsel.

the_forgotten_room_02
Bei der Spielmechanik halten Glitch an seit Jahren Bewährtem fest. Der Spieler tippt in den leblosen Räumen des Hauses umher und sammelt auf diesem Weg Nützliches auf. Zudem wird so zwischen durch den Schein einer Taschenlampe matt erhellten Räumen gewechselt. Nicht immer ist allerdings klar, wo es weitergeht, da die Briten auf ein Hotspot-System verzichten, das Interaktions-Möglichkeiten signalisiert. So muss man in den dunklen Räumen um so besser hinsehen, damit man nichts übersieht und später nicht weiter weiß.

the_forgotten_room_03
Das Inventarsystem wurde überarbeitet. Statt aus einer Leiste wählen die Spieler Eingesammeltes nun auf einem Rad aus, in dessen Mitte sich der ausgewählte Gegenstand dreht und sich von allen Seiten beäugen lässt. Gewöhnungsbedürftig ist der nun doppelt belegte Foto-Knopf, mit dem man Details und Rätsel der Spielwelt festhält und später begutachten und mit Anmerkungen versehen kann. Allerdings kommt es immer wieder zu Fehlauslösungen. Über jeden Tadel erhaben sind allerdings die Rätsel, mit denen sich Glitch Games diesmal selbst übertroffen haben.

the_forgotten_room_04
Ohne eine sehr gutes Verständnis des Englischen kommt man jedoch nicht weit, denn einige der Rätsel sind Sprachspiele, die sich durch Raten und Ausprobieren allein nicht lösen lassen. Trotz des räumlich sehr begrenzten Umfangs hat man daher mit The Forgotten Room mehrere Stunden zu tun. Zum positiven Eindruck trägt auch die bedrohliche Atmosphäre bei, denn immer wieder knarzt und knackt es im Haus, wenn sich Unerklärliches ereignet, wenngleich – wie bei den Glitch-Adventures üblich – nie eine Menschenseele zu sehen ist. Ein rästelhaft-anspruchsvoller Zeitvertreib.


Rating: ★★★★☆