Test: Xenoraid (Video)


Kurz nach der fulminanten Twin-Stick-Ballerei Neon Chrome lassen die Finnen von 10tons (@10tonsLtd) die Projektile durch den Weltraum fliegen. Ursprünglich erschien die neueste iOS-Veröffentlichung Xenoraid [App Store] für Xbox Live und auch auf dem iPad geht die kosmische Ballerei am besten von der Hand, wenn man einen Bluetooth-Controller darin hält. Xenoraid steht in der Tradition klassischer Arcade-Ballereien wie Space Invaders und tatsächlich gilt es auch hier außerirdischen Invasoren die Stirn zu bieten und sie zu Klump zu schießen.


Die Hintergrundgeschichte ist genreüblich Beiwerk und verdient keiner großen Beachtung. Als Leiter einer Flugstaffel führt der Spieler vier Piloten in die Schlachten. Jede spielt sich lediglich auf einem bildschirmgroßen Abschnitt ab, auf dem der Spieler einen Rumjäger mit dem linken Daumen dirigiert und mit dem rechten die Bordkanonen bedient. All zu belastbar sind diese nicht, denn einem Dauerfeuer folgt eine quälende Sekunden lange Zwangspause, in der die Laserläufe wieder abkühlen müssen.


So gilt es wie beim Tag-Team-Wrestling die Schiffe der Flotte durchzutauschen. Zudem kann man so durch Feindesfeuer oder Meteoritenschauer in Mitleidenschaft gezogene Schiffe schützen, denn eine Reparatur ist deutlich günstiger als eine Ersatzbeschaffung. Die Schlachten dauern so lange, bis auch der letzte Gegner einer Welle beseitig wurde. Stets kann der Spieler sehen, wie viele er noch zu knacken hat. Im Anschluss geht es im Hangar an Reparaturen und die Installation dauerhafter Verbesserungen.


Bei aller Ballerei verlangt die Wartung und Entwicklung der Flotte vom Spieler auch strategisches Denken. Die langen Runden werden zu Nervenspielen, wenn die Flotte nur aus Schrotthaufen besteht und der nächste kassierte Treffer das Ende bedeuten könnte. Bei aller spielerischen Tiefe und Vielfalt ist Xenoraid optisch zu schlicht geraten. Weder die eigene Flotte noch die der Gegner hinterlässt einen bleibenden Eindruck und auch die Gefechte sind effektarm. So ist Xenoraid schließlich vor allem Futter für Freunde klassischer Arcade-Ballereien, das sich aber Geometry Wars geschlagen geben muss.

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https://youtu.be/CTiCXIDmY9w