Ganz am Anfang steht das Ende. Solange der Spieler mit dem Finger auf dem Bildschirm nach unten streicht, bewegt sich ein kleiner Astronaut auf einem Steg, folgt an einer Gabelung brav dem Richtungspfeil und wird unverhofft von einem Tentakel geschnappt. Doch in Causality App Store von Loju (@lojugames) gibt eine zweite Chance: Durch Hochstreichen auf dem Bildschirm spult man die Zeit zurück – vom Videorekorder bekannte Störungsstreifen inklusive – und das Monster gibt die Spielfigur wieder frei.


In Causality muss man den Lauf der Zeit verändern, um Astronauten einen sicheren Weg zu bahnen. So kann man einen neuen Anlauf unternehmen, bei dem man kurzerhand den Richtungspfeil verdreht und den Raumfahrer in Sicherheit laufen lässt. Mit dem Wissen um den sicheren Weg allein ist es nicht getan, denn der Spieler hat zudem nur eine beschränkte Zeitspanne zur Verfügung. Ein Zeitstrahl am unteren Bildschirmrand visualisiert die zur Verfügung stehende Spanne und an welcher Stelle man sich in dieser befindet.


So erfordert es eine effektive Planung um die Spielfigur – und bald auch mehrere, die sich gerne im Weg stehen – zu dirigieren. Komplizierter wird die ohnehin anspruchsvolle Planung der Wegstrecken, wenn Teleporter ins Spiel kommen. Diese betretende Spielfiguren treten während einer bestimmten Zeitspanne doppelt auf. Es braucht einiger Experimente bis man diese verwirrende Mechanik durchsteigt, die sich jedoch als nützlich erweist. Schließlich hilft man sich so selbst, Hindernisse aus dem Weg räumen.


Mit seinen 60 isometrischen Spielstufen richtet sich Causality an ausdauernde Spieler, die aus Schaden klug werden. Nach den ersten 15 Spielstufen tischen die Entwickler anspruchsvolle Kost auf; Kopfnüsse, die man nur durch geduldiges Ausprobieren und Analysieren knackt, was ermüdet. In diesem hohen Anspruch liegt dann auch die Schwäche des Titels. Wer indes keine Angst vor Paradoxien und verknoteten Hirnwendungen hat, wird mit Causality vorzüglich bedient.

Rating: ★★★★☆