Test: Rolando – Königsedition (Video)


Das Update auf iOS 11 besiegelte das Ende für zahlreiche App-Store-Klassiker: Durch die Aktualisierung verhinderte Apple das Ausführen betagter 32-bit-Apps. Zu den beklagenswerten Opfern dieser „Appokalypse“ gehörte auch Rolando [App Store] von HandCircus (@handcircus) aus dem Jahr 2008, ein Geschicklichkeits-Klassiker, der generalüberholt in der Königsedition in den App Store zurückkehrt. Die Rolandos, Bewohner des gleichnamigen Königreichs, sind kugelförmige Wesen.


Beim Drehen von iPhone oder iPad rollen sie in die entsprechende Richtung durch die bunte Zeichentrick-Landschaft. Eine Wischgeste nach oben und die fröhlichen Wesen hüpfen, sodass sie auf höher gelegenen Plattformen kullern können. Weitere intuitive Gesten gruppieren die Kugelwesen oder wählen Einzelne, während der Rest brav wartet. Ziel ist es, mit einer Mindestzahl von Rolandos den Ausgang der labyrinthischen Spielstufe zu erreichen, um die nächste zu öffnen. Mitunter muss sich das heitere Rollkommando zudem um den Abtransport des schlafenden Königs kümmern, der sich von alleine nicht bewegen mag.


Der quietsch-fiedele Prinz hingegen rollt in einigen Spielstufen munter von allein und die Rolandos müssen ihn in die richtigen Bahnen lenken. Im Verlauf werden die Spielstufen weitläufiger und komplizierter. Bald muss der Spieler mit dem Finger Brücken über Abgründe ziehen; die Rolandos Schalter auslösen, um Türen zu öffnen, Bomben platzieren, um sprengbare Wände zu zertrümmern und dabei auch immer ein Auge auf die ebenfalls niedlichen Gegner haben, die sich auf berechenbaren Bahnen bewegen.


Auch nach mehr als einem Jahrzehnt begeistert der Titel alle Altersklassen durch stimmige Präsentation und intuitive, auf das iPhone maßgeschneiderte Bedienung. Unter der polierten und zeitgemäßen Oberfläche haben die Entwickler alles geändert und den Titel in Unity neu programmiert. Das Ergebnis spielt sich so flüssig, dass man den gewaltfreien Titel nicht aus der Hand legen möchte, bis die letzte Spielstufe gemeistert ist. Das geht aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades – zumindest gefühlt – leider viel zu schnell.

Rating: ★★★★½