Test: Botanicula (Video)

Die tschechischen Entwickler von Amanita Design (@Amanita_Design) hätten sich keinen besseren Termin als den Frühling aussuchen können, um die iPad-Umsetzung ihres liebreizenden grünen PC-Adventures Botanicula [App Store] zu veröffentlichen. Harte Zeiten in der Botanik! Ein riesiger alter Baum, Heimat

SG028 Immer langsam mit dem Eierschaber

Die Maiernen Sonnentage sorgen für aufgekratzte Stimmung bei Joachim von www.stromstock.de und Tobi von www.appgemeinde.de. Nach einer verpatzten Einleitung geben sich die gefürchteten Klappspaten Torben und Klaus die Ehre, um zartbesaitete Hörer mit einem Niveaulimbo zu vergrätzen.

Joachim greift die aufgeheizte Stimmung auf, um seinem Ärger über Surgeon Simulator Luft zu machen. Hat der sich selbst nicht ernst nehmende OP-Simulator doch viel Potenzial, die furchtbare Steuerung sorgt für konsequente Behandlungsfehler. Im krassen Gegensatz dazu steht die vor allem von Tobi geschätzte Portierung von Thomas Was Alone, einem sich wie Rymdkapsel in grafischem Minimalismus übenden Plattformer mit komplexer Erzählung.

Zur Abkühlung geht es in arktische Gefilde, doch leider sind bei Last Inua – An Arctic Adventure die Spielfiguren und damit auch der Spielspaß fast festgefroren. Schade, denn zumindest atmosphärisch macht der Titel viel her. Auch Table Tennis Touch sieht ebenfalls hervorragend aus und Trommelwirbel spielt sich auch so. Sport trifft Action und die Kombination ist bei weitem nicht so gefährlich wie Judo – Joachim referiert aus der verstaubten Erinnerung die Durchführung von Uchi Mata.

Die PC-Umsetzung Botanicula bezaubert Tobi auch auf dem iPad, aber nur weil es eben einfach ein zauberhaftes Spiel ist. Bei der Umsetzung selbst sehen die beiden App-Consultants Luft nach oben: Störende Format-Balken und rumpelige Touch-Steuerung, der man ihre Maus-Wurzeln deutlich anmerkt. Rumpeln und knarzen tut auch der 2-Bit Cowboy, der allerdings hinter seiner liebreizenden Retro-Game-Boy-Fassade nichts zu bieten hat. Ein guter Grund für Joachim, sich wieder aufzuregen. Kann man ja die Uhr nach stellen.

Zum Rausschmiss analysieren die beiden App-Experten, was dem grundsätzlich schönen Darkin fehlt, um es in den Match–3-Olymp zu 10.000.000, Scurvy Scullywags & Co. zu befördern. Spaß macht die Teilchen-Kombiniererei aber beiden. Dem entgegen steht der fantasielose Plattformer Atom Run, bei dem die eigentlich geschätzten Entwickler von Fingerlabs ihr kreatives Pulver in den ersten Spielstufen verschießen und den Spieler dann zum grinden zwingen. Wie unstet.

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