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Das ungewöhnliche Formspiel des Boom 2 von Ultimate Ears (@ultimateears) beginnt mit einer aufwändigen und dickwandigen Verpackung. Durch leichten Druck klappt der große schwarze Kunststoff-Zylinder der Länge nach auf und offenbart den strahlend- und ultramarinblauen ebenfalls zylindrischen Lautsprecher. Das gut zwei Fäuste und etwa ein Pfund schwere Stück liegt gut in der Hand und macht einen äußerst robusten Eindruck – das wesentliche Alleinstellungsmerkmal des Akku-betriebenen Bluetooth-Lautsprechers.

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Das Bluetooth-Pairing per längerem Druck auf die dezente Taste auf der Oberseite klappt anstandslos. Mit einem Trommel-Klang signalisiert der Speaker die erfolgreich hergestellte Verbindung, die auch beim Bewegen innerhalb einer Altbauwohnung nicht abreißt. Die Bedienung der großzügig dimensionierten und fühlbaren Lautstärke-Tasten an der Gerätefront ist an die Systemlautstärke des iOS-Geräts gekoppelt, bedarf aber Kraft. Die Kopplung ist praktisch, um nicht beim Eingang eines Anrufs vor dessen ungleich lauterem Klang erschreckt zu werden. Dank des eines eingebauten Mikrofons, kann man mit dem Boom 2 auch Telefonate führen.

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Die Musiksteuerung ist eigenwillig: Quer der Hand gehalten kann, man die Wiedergabe durch einen Klatschen auf die Oberseite pausieren und fortsetzen, zweifaches Klatschen springt zum nächsten Titel. Einem gleichzeitigen beherzten Drücken der Lauter- und Leiser-Tasten folgt eine Ansage des Energiestands in 10-Prozent-Schritten. Die kostenlose Companion-App erlaubt die Aktualisierung der Firmware, die unter anderem die Funktion bietet, zwei der Lautsprecher (auch eine Kombination mit dem Vorgängermodell) zusammen zu betreiben. Ein Equalizer und die Möglichkeit den Boom 2 als Wecker mit Wunschmusik einzusetzen runden das vorbildliche Funktionsangebot der robusten Röhre ab.

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Verborgen durch eine Gummilippe befindet sich auf der Unterseite eine Klinken-Buchse, damit auch andere Geräte den Boom 2 als Lautsprecher verwenden können. Die ebenfalls verdeckte Micro-USB-Buche dient per beiliegendem Kabel und internationalem Netzstecker dem Laden des Boom 2, das binnen knapp drei Stunden erledigt ist und für gut 15 Stunden langt. Eine eingeschraubte Öse erlaubt das Aufhängen des robusten Klangkörpers. Tatsächlich macht der Boom 2 seinem Namen klanglich Ehre. Die Lautstärke reicht mühelos, um auf einer Küchenparty die Gespräche zu überdröhnen, dabei bleibt der Klang lange sehr annehmbar mit deutlichem Bass, um erst bei höchster Lautstärke ein wenig zu vermatschen.

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Was zum Alleinstellungsmerkmal der lauten Röhre führt: die Alltags- und Outdoor-Tauglichkeit. Gemäß IPX7-Norm ist der Boom wasserdicht bis zu einem Meter, was ihn für den Einsatz am Strand und auf Festivals prädestiniert und die anschließende Reinigung erleichtert. Zudem verspricht UE, dass der Boom 2 Stürze gut wegstecken soll. So gut der Boom 2 klanglich, optisch und bezüglich seiner Robustheit auch gefällt, leider fehlt die Möglichkeit – wie beispielsweise beim Switch von Native Union – die gespeicherte Energie einem Smartphone zur Verfügung zu stellen. Davon ab ist der Boom 2 ein empfehlenswertes Gerät, dass beim Hersteller und Amazon erhältlich ist.