Test: Alien: Blackout (Video)


Wann immer ein beliebter Franchise für ein Mobile-Game verwendet wird gibt es viel Geschrei. So auch im Falle von Alien: Blackout [App Store] das d3Go (@D3GoGames) für das iPad umgesetzt haben. Schließlich kann es einfach nicht angehen, dass Geliebtes auf Mobiltelefonen spielbar wird, während „echte“ Plattformen außen vor bleiben. Sei’s drum: Als unverhofft die Crew der USCSS Haldin eintrifft, sind die vier Retter nicht auf den Kontakt mit dem Fleischfresser vorbereitet. So ist an Amanda die Retter zu retten, indem sie ihnen den Weg durch die Mendel weist und das instinktgetriebene Monster von ihnen fern hält. Während die Retter durch die Station schleichen, verfolgt Amanda deren Aktivitäten über ein Terminal.


Ein digitaler Grundriss der Raumstation zeigt die Positionen der Crew-Mitglieder und Signale von Bewegungssensoren. Sie kann über den Grundriss Schleusentüren bedienen, den Crew-Mitgliedern Pfade zeichnen und ihnen Anweisungen geben; etwa sich zu beeilen oder zu verstecken. Zudem schaltet Amanda über das Terminal zwischen den Bildern statischer und beweglicher Überwachungskameras um, die jedoch nicht die gesamte Mendel im Blick haben. Tückisch ist, dass Strom auf der Mendel knapp bemessen ist.


Amanda muss sich fortlaufend zwischen Übersicht und Sicherheit entscheiden, ob sie lieber Sensoren überwacht oder die Energie einsetzt, um Türen zu schließen, die das Alien von der Crew trennen. Ressourcen-Management im Weltall. Immer wieder verirrt sich das Monster währenddessen auch in die Lüftungsanlage. Dann muss schnell alle Energie in den Selbstschutz fließen, was derweil die Crew angreifbar lässt. Mit lediglich sieben Spielstufen von jeweils wenigen Minuten Länge ist Alien Blackout insgesamt ein kurzes Vergnügen. Allerdings braucht es viele Anläufe, bis man das richtige Vorgehen gefunden hat. Diese Wiederholungen ermüden.


Dass das tödliche Alien unvorhersehbar auftaucht, macht die Sache zwar schrecklich spannend, frustriert aber auch, wenn die Reaktion nicht schnell genug ist. Alien Blackout fängt die beklemmende Atmosphäre der Filmvorlage hervorragend ein. Die düsteren Gänge auf den Monitoren, die flüsternde oder panische Crew in den Ohren und die Unberechenbarkeit der Kreatur schüren die Spannung. Dass der Titel taktischen Vorbildern wie der Rainbow-Six-Serie nacheifert, statt auf Action zu fokussieren, fügt sich in das Spannungsbild.

Rating: ★★★★☆