Guo Lingfeng hat sie alle! Infinity Blade, Cut the Rope, Plants vs. Zombies. Leider keine Spiele – alles ULTD.

Vor allem naive Sparfuchs-Kunden werden im App Store mit vermeintlichen Sonderversionen von prominenten Apps geködert. Nach dem Klick auf den Kaufen-Knopf und abgeschlossenem Download müssen sie allerdings resigniert feststellen, dass man sie über den virtuellen Ladentisch gezogen hat. Angepriesen wird der digitale Schrott mit dem Namenszusatz „ULTD“, das als gekürztes „unlimited“, schier unbegrenzten Spielspaß verspricht.

Wer nach Blockbustern wie „Infinity Blade“, „Rage HD“, „World of Goo“ oder „Tiny Wings“ sucht, bekommt gleichnamige und gleichpreisige Apps mit dem ULTD-Namenszusatz angeboten. Aus den Beschreibungen, häufig von der Original-App kopiert, ist nicht ersichtlich, dass es sich bei den Apps nicht um die gesuchten Spiele, nicht einmal um Plagiate, sondern im besten Fall um eine Sammlung von Bildschirmfotos mit Spielhinweisen handelt.

Wer sich wie diese Blitzbirne („als Zombiefan habe ich mir mal die passenden Spiele fürs iPad angeguckt“) vorher schlau zu machen versucht, hat gute Karten nicht geneppt zu werden. Aber was denken sich die Apple-Schergen beim Zulassen solchen Schrotts, an dem die Einreichenden nicht einmal Rechte haben. Spielgrafiken werden kopiert und zu Bilderserien zusammengefügt, das Programmsymbol um das ULTD-Kürzel ergänzt – fertig ist die Bauernfängerei.

Die Internetseite des Anbieters von „Rage UTLD HD” lautet „http://fdafdfdsafd.com”. Bitte? Sicher sind gute Domain-Namen in Zeiten von „DaWanDa” und „Zalanado” Mangelware, aber „http://fdafdfdsafd.com”? Es scheint als seien beeindruckende Zahlen wie „10 Milliarden Downloads“ und „350.000 verfügbare Apps“, mit denen sich Apple werbewirksam brüstet, in der Kürze der Zeit nur möglich, wenn Rechte-verletzender digitaler Schrott mitgezählt wird.