Puzzle agent 01
Der erste Teil von Puzzle Agent verpflanzte das Spielprinzip von Professor Layton (WP) in eine skurrile Welt, die wie ein von David Lynch (WP) inszeniertes Fargo (WP) anmutete. FBI-Agent Nelson Tethers reist in das verschneite Kaff Scoggins, um einen mysteriösen Fall aufzuklären, indem er zahlreiche Logikrätsel löst.


So auch im zweiten Teil, mit dem Publisher Telltale Games (@telltalegames) seinem Konzept treu bleibt, Titel Häppchenweise zu veröffentlichen. Der Anschluss an den ersten Teil ist nahtlos, das Spielprinzip identisch. Tethers wird vom Spieler mit dem Schneemobil über die Karte von Scoggins gescheucht und befragt die schrulligen Einwohner. Diese wiederum geben Rätsel auf, die es – bei Bedarf unter Zuhilfenahme von Hilfestellungen – zu lösen gilt.

Puzzle agent 02

Leider fällt das neue Abenteuer deutlich zum Vorgänger ab. Die Portierung auf iOS ist lieblos, bisweilen pixelt die Grafik und Spielablauf und Sprachausgabe stocken immer wieder, was jedoch durch einen Neustart behoben werden kann. Schwerer wiegt die Eintönigkeit der Rätsel. Kinderleichte Verschiebepuzzle, anspruchslose Aufgaben zur chronologischen Anordnung von Bilderserien und einfache Mathematik-Rätsel stehen unsinnigen Zahlenreihen gegenüber, die vervollständigt werden müssen.

Puzzle agent 03

Die angenehm verworrene Handlung und das gute Voice-Acting entschädigen ein klein wenig, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Puzzle Agent 2 ein liebloser kalter Aufguss ist. Sollte es einen dritten Teil geben, sollten sich die technischen Entwickler intensiver mit dem Speichermanagement des iPad auseinandersetzen. Die Schreiberlinge dürfen sich indes gerne kreative Gedanken um anspruchsvolle Logik-Puzzle machen. Auch einen Wechsel des Szenarios darf man gerne erwägen, oder bei so vielen grafischen Übernahmen das Programm als In-App-Kauf zum vergünstigten Preis anbieten.

Rating: ★★★☆☆