Test: League of Evil 2 (Video)

Mit dem ersten Teil von League of Evil haben Raveanous Games (@ravenousgames) zahlreiche Spieler zur Weißglut und darüber hinaus getrieben. Es bedurfte pixelgenauer und perfekt getimter Manöver, wenn die Spielfigur nicht fortwährend ableben sollte. Der hohe Anspruch an den Spieler führte zu einer Haßliebe, wie sie nur Rick Dangerous (WP) auf dem Commodore Amiga zu erwecken vermochte. Kaputt und weiter, Pixel für Pixel, Stunde um Stunde, Bildschirmtod um Bildschirmtod – mit stetig schwelender Aggression gegen den Sadismus der Programmierer und die eigene Unfähigkeit.

Plus ça change, plus ça reste le même – Ravenous Games sind ihren Leisten treu geblieben, haben aber genug Arbeit investiert, dass der Titel Beachtung verdient.  Nach wie vor zieht der bionisch verstärkte Super-Spion gegen verschwörerische Wissenschaftler ins Feld. Laufen, Salti schlagen und von Wand zu Wand hüpfen sind die Modi der Fortbewegung. Mittels markigem und körperzerschmetternden Schlag werden Militärs oder die verhassten Wissenschaftler aus dem Weg geräumt. Unterwegs gilt es, in Koffern verwahrte Dokumente einzusammeln und das Ganze für Bonus-Punkte so schnell wie möglich zu erledigen.

Grafisch hat sich Einiges getan. Zwar bleibt man dem Pixel-Charme grundsätzlich treu, doch schon im Startmenü zeigt sich die Überarbeitung im Cel-Shading-Stil. Zudem führen nun Comic-Seiten in die Geschichte ein. Nach den ersten einführenden Spielstufen geht es zur Sache: fleischmalende rotierende Sensen und bewegungsfreudige Selbstschussanlagen bieten neben Laserstachelfallen und tückischen Abgründen ausreichend Gründe, um Sanftmütige zur Weißglut zu treiben. Zur Veröffentlichung sind es 100 Spielstufen in denen gestorben werden darf.

Vor allem die technische Umsetzung begeistert. Die Touch-Steuerung ist präzise und die iCade-Unterstützung tadellos. Wenn der Titel in dem Automatengehäuse mittels Mikroschalter-Stick gespielt wird, kommt größte Freude auf. Aber auch die iCloud-Unterstüzung ist löblich: Spielstände werden zwischen iOS-Geräten abgeglichen. Die knackig kurzen Spielstufen und die intelligent positionierten Widersacher sorgen für anstrengenden Spaß – Ein Fest für Masochisten und Speedrunner.

Der Stromstock meint:
★★★★½ 

  • weltmacht

    wir brauchen eins: MEHR LEVEL!

    • http://www.klaeschen.org Joachim Kläschen

      Bis es so weit ist, kannst Dich ja in der Limonadenfabrik austoben.
      http://www.stromstock.de/wordpress/?p=2590

      Und wenn Du ganz viel Zeit hast, dann baust Du selber Level, die an Perfidität und Menschenverachtung schwer zu übertroffen sind. Dann wist Du most hated man on the interweb und ich kenne endlich einen richtigen Promi! Nicht nur diese Möchtegern-Emporkömmlinge aus der vierten Reihe.