Test: Incoboto (Video)

In Incoboto (App Store) von Dene Carters (@DeneCarter) Studio Fluttermind (@fluttermind) sind es böse Unternehmen, die die Welt in einen schlechteren Ort verwandeln. Die Corporation möchte alle Sonnen abschalten. Vor diesem bedrückenden Szenario machen sich der winzige Knabe Inco und sein stellarer Begleiter Helios auf eine Reise, die sie über Planeten und durch Galaxien führt. Erklärtes Ziel ist es, die Himmel über den Planeten wieder durch Sonnenlicht erstrahlen zu lassen, indem Inco Helios mit Sternen-Energie füttert.

Vom Startbildschirm an begeistert Dene Carter mit einem zuckersüßen Grafikstil und atmosphärischer Musik, die bei angelegten Kopfhörern am besten wirkt. Atmosphärisch jedoch, der winzige Inco in einer überdimensionierten Welt, ist Incoboto überwältigend und schwerwütig. Die Steuerung von Inco ist mit lediglich zwei Fingern möglich. Ein Gedrückthalten links oder rechts der Spielfigur setzt diese in die entsprechende Richtung in Bewegung, ein gleichzeitiges Tippen sorgt für einen Sprung. Zwei Finger auf dem Display rufen einen Scanner auf, mit dem die Umgebung nach verstecktem abgegrast wird.

So geht es ähnlich wie in Simogos Kosmo Spin (App Store) über die Oberfläche zahlreicher kreisrunder Planeten. Über Hinweisschilder und aus dem Mund verendeter Planetenbewohner erschließt sich die Hintergrundgeschichte. Es gilt Schalterrätsel zu lösen und über Teleporter und mittels Wurfankern Sternteile zu ergattern, die Helios Energiespeicher aufladen und den Weg zu anderen Planeten eröffnen. Wie in Metroid können bereits besuchte Planeten später erneut abgegrast werden, wenn durch angeeignetes Werkzeug Sternenteile in greifbare Nähe gerückt sind. Eine Übersichtskarte hilft bei der Orientierung.


So sehr sich Fluttermind mit einer einfachen Steuerung um Zugänglichkeit bemüht haben, ist diese die größte Schwachstelle des Titels. Inco lässt sich nur unpräzise lenken, wenn es auf einen einzelnen Schritt ankommt, führt der Winzling immer wieder Hüpfer aus und Kletterei beginnt von vorn. Darüber hinaus lässt sich dem stimmigen Plattformer nichts Weltbewegendes ankreiden. Vor allem die stimmige Atmosphäre und die sich Stück für Stück erschließende Geschichte halten über die Sternteilesammelei bei Laune.

Rating: ★★★★☆