Test: Super Hexagon (Video)

Es soll Menschen geben, die lassen sich in schlecht beleuchtete Kellern von als Nazi-Aufseherinnen verkleideten Prostituierten den Hintern mit rostigen Drahtbürsten versohlen. Besonders dieses masochistische Klientel wird große Freude an Terry Cavanaghs (@terrycavanagh) Super Hexagon (App Store) haben. Die iOS-Umsetzung des minimalistischen Flash-Titels Hexagon ist ein Reflexetest von brutalster Schwierigkeit, an dem sich die Geister scheiden. Einerseits begeistert das Spielprinzip durch seine Einfachheit, auf der anderen Seite dauert die durchschnittliche Partie lediglich wenige Sekunden, bevor den Spieler der Bildschirmtod ereilt.

Als kleines Dreieck kann sich der Spieler auf einer Kreisbahn stufenlos nach links oder rechts bewegen und muss so versuchen, heran rasenden Barrieren zu entkommen. Eine Kollision bedeutet das Spielende. Treibende Beats verstärken die Nervosität und erhöhen das Unfallrisiko. Um das erste Level zu absolvieren gilt es, eine Minute lang durchzuhalten. Vollprofis und Großmäuler dürfen sich durch drei Schwierigkeitsgrade schinden, doch selbst der einfachste, “hard”, dürfte viele zur Weißglut bringen. Ein stimmig komponiertes Monster von einem Casual-Game.

Rating: ★★★★☆