Test: Shardlands (Video)

Bereits nach einem ersten Testspiel der Beta-Version Shardlands und persönlichen Ausführungen von Entwickler Raimo Gratseff in die Hintergründe des Spiels auf der Gamescom 2012 stellte sich Begeisterung ein. Die Ambitionen von Gratseff und seiner Kollegen von Breach Entertainment (@breachent), die ihre Jobs gekündigt hatten um sich voll auf die Spielentwicklung zu konzentrieren, begeisterte ebenso wie deren Ansinnen, alles – von der Entwicklung der Grafik-Engine bis hin zur Vermarktung – selbst zu übernehmen.

Die Heldin Dawn hat es, wie zuvor Dynamite Jack, in eine geheimnisvolle Welt verschlagen. Um aus dieser zu entkommen muss sie über zwanzig Spielstufen verstreute Kristallsplitter, Shards, zusammentragen. Die Wege in den Leveln sind eng und labyrinthisch. Ähnlich wie in Bastionen rennt Dawn auf schwebenden Stegen umher und sammelt dabei kleine Energiekristalle ein. Wann immer der Weg versperrt ist, gilt es Verschiebepuzzle mit schwebenden Plattformen, Teleportern oder umzulenkenden Lasern zu lösen.

Die sporadisch in den Spielstufen umherstreifenden Monster sind ob ihrer Instinktgetriebenheit berechenbar: So bald sie Dawn sehen, stürmen sie los. Auf ihrer Fluch muss Dawn die Mutanten in Laser-Barrieren locken in die Nähe einer der zahllosen Speicherpunkte locken, wo sich die Häscher in Rauch auflösen. Solche Sequenzen, in denen Timing und Geschickt gefordert sind, bleiben jedoch im Spielverlauf die Ausnahme, vorrangig geht es ums Puzzle-lösen und erkunden der weitverzweigten aber grundsätzlich linearen Level.

Grafisch ist Breach Entertainment ein ganz großer Wurf gelingen. Lichteffekte und Retina-Optik schmeicheln den Augen fast wie in Gene Effekt. Ob der Harmlosigkeit der Gegner und der zahlreichen Rücksetzpunkte stellt sich schnell eine entspannte Spielatmosphäre ein. Diese kann jedoch nicht darüber hinweg tragen, dass Shardlands spielerisch nur aufgewärmten Puzzle-Eintopf bietet. Weitere Puzzle-Elemente täten dem Titel gut. So wird die wunderschöne Schieberei mit hervorragender Ein-Finger-Steuerung bei längerem Spielen eintönig.

Rating: ★★★½☆