burrito_bison_launcha_libre_01
Es wird wieder spannend und das eher wörtlich, denn atmosphärisch. Juicy Beast (@juicybeast) veröffentlichen mit Burrito Bison Launcha Libre [App Store] – den dritten Teil ihrer Casual-Game-Serie. Ganz im Stile des ersten Teils, eines mittlerweile Jahre betagten aber immer noch sehr empfehlenswerten Zeitfressers, dürfen Spieler den namensgebenden Bison wieder in die Seile eines Boxrings spannen und auf einen zerstörerischen Flug durch einer kunterbunte Spielwelt fliegen lassen.

burrito_bison_launcha_libre_02
Wie in den Vorgängern nimmt alles in einem Boxring seinen Anfang. Der Spieler spannt die Ringseile, die wie eine Angry-Birds-Schleuder funktionieren, zielt und feuert Burrito Bison – und später auch andere freispielbare Protagonisten auf den Gegner im Ring. Nach einem markigen Treffer führt der Flug über eine Unmenge von wuselnden Gummibären, die eine Landung weniger schmerzhaft machen und den Bison erneut aufsteigen lassen. So gilt es, sich von Weichtier von Weichtier zu hangeln, um eine möglichst hohe Fluggeschwindigkeit zu behalten und Strecke zu machen.

burrito_bison_launcha_libre_03
Durch gute Flugleistung verdient der Bison sich sein Salär, das man im Shop für bessere Ausrüstung ausgibt, die einen Weiter-Flug möglich macht. So geht es bald mit Karacho durch Wände und in Kanonen und an Raketen durch die Luft. Das Ganze ist banal und stumpfsinnig, doch die quietschbunte, schräge Präsentation voller irrer Ideen beflügeln neue Anläufe. Stärker aber noch zieht die kunstfertig gezimmerte Suchtspirale in ihren Bann: Selbst mit jedem Scheitern auf der Rekordjagd verdient man sich Geld, das bessere Ausrüstung eröffnet und Fortkommen in Aussicht stellt.

burrito_bison_launcha_libre_04
Der Freemium-Titel lässt sich mit einem einmaligen Kauf von Werbeeinblendungen befreien. Wem das Geldverdienen zu langsam voran geht, kann mit einem ebenfalls kostenpflichtigen Coin-Doubler nachhelfen. Die anfangs faire spielinterne Preisgestaltung kippt allerdings schließlich in Wucher und würgt den Spielwitz weitgehend ab. Das wiegt umso schwerer, da der Titel sich – wie ein Klicker a la Tap my Katamari – fast von selbst spielt und Geschick des Spielers kaum gefragt ist – das Ausrüsten ist schließlich die wesentliche Motivation. So taugt der dritte Aufguss der Serie nach anfänglicher Euphorie am Ende allenfalls zum Pausenfüller.

Rating: ★★★☆☆