Test: Dynamite Jack (Video)

App-Entwickler Phil Hassey (@philhassey) ist seit der Eröffnung des App-Stores mit seinem großartigen Action-Strategie-Mix Galcon, der als Galcon Fusion für das iPad erhältlich ist, im App Store vertreten. Mit dem amüsanten Chickon wärmte Hessey sein Spielprinzip als Free-to-Play-Titel noch einmal auf. Mit Dynamite Jack serviert er neue Kost, die jedoch grafisch so altbacken aussieht, als sei der Titel für den Commodore 64 entwickelt worden. Doch Schönheit ist nicht alles; durch spielerische Anknüpfungen zu Klassikern webt Hassey erneut ein fesselndes Prinzip.

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Space Marines, der verdammt wird unter der Erde im Bergwerk zu schaffen. Die Schnauze voll habend macht er sich auf zu entkommen. So führt jede der zusehends weitläufiger werden Spielstufen durch Labyrinthe aus Geröll und übellaunigen Wächtern und Sicherungsanlagen, denen es aus dem Weg zu gehen gilt. Als Hilfsmittel für den Ausbruch stehen eine Taschenlampe und zeitgesteuerte Bomben zur Verfügung. Erstere kann zum Verhängnis werden, wenn Wachen den Lichtschein entdecken. Letztere eignen sich für die Beseitigung von Geröll und Gegnern.

Spielerisch lässt sich Dynamite Jack zwischen den Schleich-Sequenzen von Metal Gear Solid, dem labyrinthischen Erkunden von H.E.R.O. und der Sprengerei von Bomberman verorten. Wahlweise per virtuellen Joypad oder mitttels Line-Drawing-Steuerung dirigiert der Spieler Jack. Im Labyrinth verstreute Gegenstände schalten Bonuskarten frei, wenngleich es mit 28 Spielstufen keinen Mangel gibt: Ein Editor bietet Spielern die Möglichkeit, auf dem iPad neue Level zu erstellen und diese mit anderen zu teilen und zu bewerten.

Der Schwierigkeitsgrad steigt mit der Komplexität der Spielstufen und ihrer Elemente zu denen bald rotierende Laserschranken und Schalterrätsel gehören. Im Gegensatz zum gnadenlosen Spelunky geht Hassey mit Speicherpunkten innerhalb der Spielstufen geradezu gönnerhaft um. Der Spielspaß entspringt dem Spannungsfeld von Planung und Hektik, wenn der Spieler seine Route ausgelegt habend atemlos darauf wartet, mit einer Serie von getimeten Aktionen zu entkommen. Zudem ist Dynamite Jack – wie die anderen Titel Hasseys – ein Lehrstück, dass Spielfreude und Grafik unabhängige Variablen sind.

Rating: ★★★★½