Test: ARC Squadron (Video)

In die Tiefe des Weltraum geht es mit ARC Squadron von Psyonix (@PsyonixStudios). Entgegen klassischer Shooter wie R-Type oder Galaga fliegt man hier nicht in horizontaler oder vertikaler Richtung durch das von Gegnern und Meteoriten bevölkerte Vakuum sondern in den Bildschirm hinein. Damit steht ARC Squadron in der Tradition von iOS-Titeln wie Galaxy on Fire, doch statt freier Manöver geht es geführt “on-rails” zu Sache. Der Kurs des Raumschiffs ist vorgegeben, lediglich ein Ausweichen und natürlich gezieltes Ballern sind möglich.

Auf den ersten Blick ähnelt ARC Squadron dem SNES-Klassiker Star Fox. Nicht zu letzt, da die in diesem Titel populären Barrel-Rolls, Manöver, bei denen sich das Raumschiff um 360 Grad um die Flügelspitze dreht, möglich sind. Für grafische Opulenz, setzen Psyonix auf die Unreal Engine und in der Tat sieht alles, was im Display entgegenfliegt, ganz hervorragend aus. Zu Spielbeginn steht dem Spieler lediglich ein moderat wendiger Sternenjäger zur Verfügung, weitere lassen sich im Spielverlauf unter Einsatz der in den Missionen verdienten Währungseinheiten freischalten.

Wer träge ist, hilft per In-App-Purchase nach. So lassen sich auch Bewaffnung und Skins schneller beziehen – notwendig ist dieser Schritt jedoch nicht. Das Gameplay ist fair und honoriert nach jeder Mission in Abhängigkeit der spielerischen Güte mit ausreichend In-Game-Währung. Die Missionen erschließen sich – auch hier ganz Star Fox – nacheinander auf einer Sternenkarte. Während der Ballerei wird mit lediglich einem Finger gesteuert, dem Fadenkreuz und Raumschiff folgen, der Beschuss erfolgt automatisch. Ausweichmanöver lassen sich durch Wischgesten vornehmen.

Trotz detaillier Grafik, Lasergewitter und Boss-Kämpfen will der Funke nicht so recht überspringen. ARC Squadron macht vieles richtig, allerdings entpuppt sich die automatische Führung des Raumschiffs für ungestüme Piloten schnell als Gängelband. Zudem sind die Bonuslevels einander zu ähnlich zum reizvoll zu sein. Wer sich mit dieser Gradlinigkeit jedoch anfreunden kann, dem stehen mehr als 60 Spielstufen und zahlreiche zu erspielende und aufzumotzende Raumkreuzer bevor. Herausfinden, ob der Pilotensitz passt, kann man das mit der kostenlosen Testversion (App Store).

Rating: ★★★½☆