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Lange schon ist es ruhig um Buttercup, Bubbles und Blossom, die drei Powerpuff Girls; die mit Superkräften ausgestatteten, zuckersüßen Töchter von Professor Utonium, die ihre Heimatstadt Townsville vor den Übergriffen durch Schurken beschützen. Mit The Powerpuff Girls: Defenders of Townsville [App Store] bringen Cartoon Network Games (@cartoonnetwork) nun eine Umsetzung des vormals auf Steam erschienenen Titels von Radian Games (@radiangames) auf iOS-Geräte. Townsville ist in Gefahr, denn der wahnsinnige Affe Mojo Jojo ist auf freiem Fuß, hat den Bürgermeister, Blossom und Bubbles entführt und Buttercup ihrer Fähigkeiten geraubt.

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So ist aller Anfang denn auch mühsam, denn die grüngekleidete und stets übellaunige Buttercup kann zu Beginn nicht einmal springen. Schnell ändert sich dies und nach kurzer Zeit fliegt die kleine durch die Bildschirme und beharkt die zahllosen Robotergegner mit Energiewellen. Die Spielwelt besteht – ganz Metroid – auf Dutzenden miteinander verbundenen Räumen. Vielfach wird gewissenhafte Flurbereinigung mit Extras belohnt, die Lebensenergie oder Schusskrafft steigern. Dennoch ein müßiges Unterfangen, denn nach dem Verlassen eines Raumes sind alle Feinde wieder da.

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Häufig stößt die Kleine allerdings an unüberwindbare Grenzen, für deren Überwindung sie zunächst ihre Schwestern befreien muss. Deren elementare Spezialfähigkeiten sorgen für Fortschritt. Jederzeit kann der Spieler zwischen den Figuren wechseln. Notwendig ist dies allerdings kaum. Alle spielen sich mehr oder minder gleich und so mutet die Powerpuff-Oberfläche eher wie eine fadenscheinige Hülle an. Allerdings spielt sich der darunter liegende Shooter auch ohne den TV-Serien-Bonus sehr flüssig. In etwa zweieinhalb Stunden ist der Titel in einem Rutsch durchspielt.

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An vielen Stellen fehlt jedoch der Feinschliff. Die Übersichtskarte ist wenig übersichtlich. Durch das Fehlen von Teleportern muss man anfang lange Strecken zurücklegen und die Steuerung entscheidet selbst, in welche Richtung die Projektile fliegen, nämlich zum nächsten Feind. Auch die Spielstufen und Gegner unterscheiden sich kaum, schnell hat man alles gesehen. Wenngleich der Titel erlaubt zwischen einer klassischen Anmutung und einer modernisierten umzuschalten, sind beide eher zweckdienlich. Ein harm- und anspruchsloser Zeitvertreib.

Rating: ★★★☆☆