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Den Meme-Generator angeworfen und ab dafür. Noodlecake Games (@noodlecakegames) betätigen sich als Publisher für Blood Irony (@bloodirony), die sich an einer klassischen Ballerei mit schräger Kosmetik versuchen. Ganz so innovativ wie bei Magenta Arcade geht es dabei allerdings nicht zu Sache – statt scrollenden Landschaften muss der Spieler bei [Shooting Stars] [App Store] von Feinden bevölkerte Bildschirme bereinigen. Dabei ist der bebrillte Pixel-Protagonist Tscherno hipster-bärtig, auf einem Hoverboard stehend, mit einer Katze in den Armen.

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Hinsichtlich seiner Spielmechanik erinnert Shooting Stars an klassische Arcade Shooter wie Space Invaders, in denen Gegnerformationen abgeräumt werden müssen. Das Schiff folgt ballernd den Fingerzeigen des Spielers. Dabei muss er sich zu Chiptunes-Klängen mit einer illustren Schar auseinandersetzen: Gabe Newell gibt sich als Gabe Oldwell die Ehre und schwadroniert über die Veröffentlichung von Full Life 3 und Katie Ferry erkundigt sich nach Bereitschaft des Spielers zu sterben. Mit der Ernsthaftigkeit ist es nicht weit her.

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Die Albernheit schlägt sich bis zur Bewaffnung durch: Einerseits sorgen aufzusammelnde Lebensmittel sorgen für permanente Vorteile. So erhöhen Steaks das Schadenspotenzial und Äpfel die Schussfrequenz. Superangriffe wie der Megaregebogenlazer, ein „mehr oder weniger recycelter Einhornpups“, macht seinem Namen alle Ehre und fräst sich kunterbunt durch die Formationen. Diese durch einen Tipp mit dem zweiten Finger auf das Display ausgelösten Spezialwaffen müssen sich nach der Anwendung jedoch erst wieder regenerieren.

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Leider spielt – und das ist Shootern selten zuträglich – der Zufall eine große Rolle in Shooting Stars. Auf welche Gegner man in welcher Spielstufe trifft ist eben so wenig gewiss, wie der Umstand, ob man gegen kinderleichte Endgegner oder irre feuernde Bosse antritt. Im (un-)günstigen Fall hat man finalen Boss dann nach einer Stunde bezwungen, anschließend geht der Spaß mit höherem Schwierigkeitsgrad und gesunkenen Unterhaltungswert von vorne los. Bis man alle irren Anspielungen gesehen hat, bietet Shooting Stars kurzweilige Unterhaltung.

Rating: ★★★½☆